Jahreshauptversammlung SPD Ebnath
Drei neue "Rote"

Politik
Ebnath
28.04.2016
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Reinhardt Müller. Bild: rat

Viele Parteien klagen über die Politikverdrossenheit der Bürger und viele Austritte. Die Ebnather SPD hat mit solchen Problemen nicht viel am Hut.

Bei der Jahreshauptversammlung der Ebnather Genossen ging es harmonisch zu. Erfreulich sind auch drei Parteieintritte. "Das zeigt, dass wir in punkto Kommunalpolitik die richtigen Impulse setzen", so der Bürgermeister. Was die Genossen politisch im vergangenen Jahr zum Abschluss brachten und angefangen haben, war eine ganze Menge. Im Zusammenspiel mit Bürgermeister Manfred Kratzer galt es viel aufzuarbeiten. Über das Geschehene konnte sich die Bevölkerung in der Bürgerversammlung informieren. Als Informationsmedium dient seit Januar das neue Gemeindeblatt, das "Zwerglblatt". Hier erfahren die Bürger alle drei Monate alles über die politischen und gesellschaftlichen Ebnather Ereignisse.

Die Sozialdemokraten haben sich 2015 in sehr viele gemeindlichen Aktivitäten eingebracht. Die Hilfestellung beim Aufbau der Kinderrutsche, die Teilnahme am Pfingst- und Weihnachtsmarkt seien nur als Eckpunkte hervorgehoben. Das Stärketrinken und der Preisschafkopf sind jährlich immer wiederkehrende Veranstaltungen, die schon fester Bestandteil des Vereinskalenders sind.

Daneben engagieren sich die Genossen auch in vielen anderen Vereinen und Gruppierungen. "Das Wohl der Bürger liegt uns am Herzen, so bleibt es auch", sagte Sebastian Müller, der in den nächsten Jahren wiederum den ersten Vorsitzenden vertreten wird. Die von Reinhardt Müller geführte Kasse war vorbildlich, so dass die Kassenprüfer die Entlastung der Vorstandschaft empfahlen. Einstimmig wurde zugestimmt.

Bei den Neuwahlen musste auch eine neue Führung gewählt werden. Andreas Söllner hatte bereits bei der vorausgegangenen Wahl angekündigt, nicht mehr zu kandidieren. Der neue Vorsitzende dankte seinem Vorgänger Andreas Söllner. Manfred Kratzer schloss sich an: "Er hat sich in einer schwierigen Zeit des SPD-Ortsvereins bereit erklärt, die Geschicke des Ebnather Ortsvereins zu leiten. Dafür gilt ihm großer Dank."

Geehrt wurde Annelinde Graf für 25 Jahre Parteimitgliedschaft. In Abwesenheit wurden Anita Schraml und Irene Pöllath für 30-jährige Treue geehrt. Seinen Abschied aus der kommunalpolitischen Ebene gab Reinhardt Müller bekannt. (Leute)

Die WahlergebnisseErster Vorsitzender: Bürgermeister Manfred Kratzer

Stellvertretender Vorsitzender: Sebastian Müller

Kassier: Zweite Bürgermeisterin Heidi Philipp

Schriftführerin: Monika Anzer

Organisationsleiter: Willi Anzer

Beisitzer: Gerd Plannerer, Andreas Söllner, Fritz Graf, Anni Müller

Kassenprüfer: Werner Kaden, Annelinde Graf
40 Jahre Mitgliedschaft im SPD Ortsvereinsvorstand gehen zu Ende. Reinhardt Müller , der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren wird, hat in dieser Zeit die Ebnather SPD mitgestaltet und geprägt. In diesen vier Jahrzehnten war er Kassier, stellvertretender Vorsitzender und 20 Jahre lang erster Vorsitzender des Ortsvereins.

Über die gemeindlichen Grenzen hinaus fungierte er als Kreisdelegierter, Unterbezirksdelegierter und überörtlich im SPD Kreisverband Tirschenreuth als Organisationsleiter, stellvertretender Kreisvorsitzender und bis vor kurzem noch als Rechnungsprüfer des Kreisverbands.

Bereits sein Vater war tief mit den Sozialdemokraten verbunden. Nicht verwunderlich, dass Müller diese Tradition fortsetzte. Sein Vater Josef hatte 1968 den SPD-Ortsverein wiedergegründet und war 22 Jahre ununterbrochen im Gemeinderat. Sohn Reinhardt selbst ist auch bereits seit 1990 in diesem Gremium tätig, davon viele Jahre als Fraktionssprecher.

Für dieses Engagement wurde er mit der Urkunde des Freistaates Bayern für langjähriges verdienstvolles Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung und der Bürgermedaille der Gemeinde Ebnath geehrt. Die SPD würdigte seine politische Arbeit mit der höchsten von ihr zu verleihenden Auszeichnung, der Willy-Brandt-Medaille.

Stolz ist Müller auf seinen Sohn Sebastian , der die familiengeprägten sozialdemokratischen Wurzeln nun fortführt. Dieser nimmt bereits seit zwei Wahlperioden als stellvertretender Vorsitzender aktiv am politischen Geschehen teil.
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