Auslandssemester in Finnland
Global gerüstet

Nicolas Siller bei der Konstruktion eines Motors unter Einsatz von "Rapid Prototyping-Technologien (Stereolithografie)". Alles klar? Bild: soj
Vermischtes
Ebnath
01.03.2016
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Hinter Nicolas Siller liegen lehrreiche Monate. Der 20-jährige Hölzlashofer kehrte kürzlich von einem fünfmonatigen Auslandssemester mit vielen Eindrücken aus seinem Gastgeberland Finnland zurück.

Ebnath/Hölzlashof. Der junge Mann studiert zurzeit an der Hochschule Hof "Maschinenbau International". Bei dieser Fachrichtung sind Auslandssemester sowie ein Auslandspraktikum vorgesehen. Das Auslandssemester schloss er mit einem Notendurchschnitt von 1,2 ab. "Besonders interessant war für mich der kulturelle Austausch, die internationale Erfahrung und die daraus resultierende Verbesserung meiner Sprachkenntnisse, die ich weiter vertiefen konnte", sagte Nicolas.

Zuvor besuchte er die Wirtschaftsschule und wechselte anschließend in den technischen Zweig der Fachoberschule Marktredwitz. Mit einem Schnitt von 1,5 beendete er schließlich die FOS und ging nach Hof. Dass es sich dabei um kein einfaches Studium handelt, zeigt die Abbrecherquote von über 60 Prozent.

Aufgrund seiner hervorragenden Studienleistungen wurde Nicolas Siller vom Prüfungsamt seines Fachbereichs für die Aufnahme in das Max-Weber-Programm des Freistaats Bayern zur Hochbegabtenförderung nach dem bayerischen Elitefördergesetz vorgeschlagen. Die Prüfungsämter können hier anhand der Zwischenprüfungen die besten drei Prozent der Prüfungskandidaten vorschlagen. Ziel dieses Programms ist es, hochbegabte Studierende zu fördern, die auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

Auf die Frage, warum er sich gerade für die Variante des Maschinenbaus mit einem integrierten Auslandsaufenthalt entschieden habe, antwortete Siller: "Deutschland ist eine Exportnation, vor allem im Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Deshalb werden solide Englischkenntnisse sowie ein sicheres Auftreten gerade auch für Ingenieure immer wichtiger, wenn man international erfolgreich sein möchte.

"Ein Auslandsaufenthalt wird den Anforderungen an eine globalisierte Welt gerecht und bietet mir die Gelegenheit wertvolle Erfahrungen für mein späteres Berufsleben zu sammeln", bilanzierte der 20-Jährige. Sein Auslandssemester hat Nicolas Siller übrigens an der Karelia Universität in Joensuu verbracht. Die Stadt befindet sich im Osten Finnlands und ist Verwaltungssitz der Landschaft Nordkarelien. Bei seinem Aufenthalt verlief alles glatt. Die Professoren und Tutoren haben ihn tatkräftig unterstützt. Außerdem konnte er viele interessante Menschen aus zahlreichen Ländern kennenlernen.

Nicht nur sein berufliches Leben, sondern auch sein eigenes Ich wurde durch das Auslandssemester in Finnland entscheidend geprägt. Der Studiengang "Maschinenbau International" wird zudem gefördert durch ein Stipendium des "Deutschen Akademischen Austauschdienstes".
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