Freiwillig immer im Dienst
Bilanz der Ebnather Feuerwehr

Vermischtes
Ebnath
13.01.2016
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Die Ebnather Feuerwehr zog eine positive Bilanz über ein arbeitsreiches Jahr. Die Kritik an den Floriansjüngern im Zuge des Neujahrsempfangs wirkte allerdings noch nach.

Zweite Bürgermeisterin Heidi Philipp betonte die Wichtigkeit des Brand- und Katastrophenschutzes. Die Feuerwehrler müssten 365 Tage im Jahr einsatzbereit sein, was auch für deren Partner eine große Belastung sei. Vorsitzender Thomas Pelzer ließ viele Veranstaltungen im Vereinsjahr Revue passieren und dankte allen Helfern. Helfern, die ihre Arbeit im Feuerwehrverein leisten. Sein Dank galt aber auch dem Bürgermeister und den Gemeinderäten, den Kommandanten und den Führungskräften des Landkreises.

Was die Frauen und Männer während des Jahres alles leisten, skizzierte Kommandant Gerhard Horn. Laut seinen Ausführungen hat die Feuerwehr 52 Aktive, davon sind sieben Jugendliche und elf Frauen. Im Jahr 2015 hatten die Freiwilligen 58 Einsätze zu absolvieren, darunter sechs Brandeinsätze, drei Sicherheitswachen und 46 technische Hilfeleistungen. Auch mussten sie zu drei Verkehrsunfällen ausrücken. Die Verkehrsregelungen bei allen gemeindlichen und kirchlichen Festen waren selbstverständlich.

Allein für diese Einsätze haben die Feuerwehrleute 678 Einsatzstunden absolviert. Dazu kamen noch zahlreiche Übungen und Weiterbildungsmaßnahmen. Dazu zählten Lehrgänge an den Feuerwehrschulen in Regensburg und Geroldsried zum Digitalfunk, außerdem Atemschutzlehrgänge, Truppführerlehrgänge oder die Ausbildung zum neuen Feuerwehrführerschein. Die KBM-Übung bei der Firma Möbel-Kellner war ein weiteres Highlight. Es nahmen 13 Feuerwehren daran teil, die anschließend zu Gast im Ebnather Feuerwehrhaus waren.

Dank an Mechaniker


Auch Löschabzeichen standen auf dem umfangreichen Programm. Einen ganz besonderen Dank sprach der Kommandant der Firma Howa aus. Diese stellte wieder ihre Werkstatt und das benötigte Werkzeug kostenlos zur Verfügung. An zwei Samstagen haben hier zahlreiche Feuerwehrler die Wartung an den Einsatzfahrzeugen ausgeführt. Insgesamt 96 Stunden dauerten diese Arbeiten. Wenn man bedenke, dass in einer Lkw-Werkstatt zirca 80 Euro pro Stunde gezahlt werden müsste, dann könne sich die Gemeinde die Ersparnis leicht ausrechnen.

Anschließend bedankte sich der Kommandant bei der Gemeinde, die jüngst beschlossen hatte, ein neues Feuerwehrauto anzuschaffen, damit die Pflichtaufgaben weiterhin erfüllt werden könnten. Der Antrag wurde im März letzten Jahres bei Bürgermeister Manfred Kratzer abgegeben. Im Juli fand eine Besprechung der Landkreis-Feuerwehrführung mit dem Bürgermeister statt. Kommandant Gerhard Horn bedauerte, dass dazu er und sein Stellvertreter nicht eingeladen worden waren.

Es folgte die Ernennung von fünf Jugendlichen zum Feuerwehrmann. Von der Jugend waren Hannes Philbert, Daniel Wartinger, Marco Lang, Sebastian Bayer und Dominic Pelzer in den aktiven Dienst übergetreten. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther beglückwünschte die Gemeinde Ebnath zu den beiden umsichtigen Kommandanten, die zusammen mit ihren Teams hervorragende Arbeit ablieferten. Um das Miteinander zwischen Gemeinde und Wehr wieder zu verbessern, wünsche er sich vermehrt Dienstgespräche.

Satz fürs Stammbuch


Am Ende seiner Ausführungen kam Kommandant Horn nochmals auf das angespannte Verhältnis zwischen Bürgermeister und der Feuerwehr zu sprechen (wir berichteten). Er schrieb Manfred Kratzer ins Stammbuch: "Ein Landwirt hat mir einmal gesagt, was hilft mir die beste Melkmaschine, wenn ich keine Kuh mehr habe. Ich muss fragen, was hilft mir das beste Auto, wenn keiner da ist, der es bedient."
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