Kindergarten-Elternabend
"Grenzen setzen"

Vermischtes
Ebnath
24.11.2016
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Knapp 30 Eltern kamen zum Vortragsabend ins Kinderhaus St. Josef. Thema war: "Kinder Grenzen setzen." Marion Neumann, Sozialpädagogin und Leiterin der Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge Tirschenreuth, berichtete als Mutter von drei Kindern lebhaft und realistisch von eigenen Erfahrungen und Vorgehensweisen. Sie beleuchtete Situationen immer wieder aus Sicht des "Profis" und wirkte dadurch lebensnah und glaubwürdig.

"Kindern Grenzen zu setzen, ist ebenso wichtig, wie ihnen Liebe zu geben", sagte Marion Neumann. "Grenzen geben Halt, Achtung und Respekt, sie dienen der gesunden seelischen Entwicklung." Derjenige, der Grenzen setzt, brauche Selbstbewusstsein und Klarheit. "Im Leben wird es immer Grenzen geben, sei es in der Gesundheit, im Finanziellen, oder im Geist", meinte die Referentin. Wann sollen Menschen lernen, damit umzugehen, wenn nicht in der Kindheit? Die Sozialpädagogin empfahl den Alltag zu "Ent-Neinen" und mit klaren Ansagen Diskussionen zu vermeiden. Stressfaktoren könnten von vorneherein vermieden werden.

Neumann betonte die Wichtigkeit, Kindern vor allem Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken, wenn es gut läuft. Aufmerksamkeit sollte als Lob für erwünschtes Verhalten eingesetzt werden. Fragen der Eltern bezogen sich beispielsweise auf Geschwisterrivalitäten und Kinderbetreuung durch verschiedene Generationen. Deutlich wurde, dass die Tagesform der Erwachsenen Auswirkungen auf Reaktionen für Kinder mit sich bringe. Persönlichen Auszeiten für Eltern seien deshalb ebenso wichtig.
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