Kraftvoll und glänzend
Katholische Pfarrei Mehlmeisel eine lebendige Gemeinschaft

Mit einem kleinen Geschenk bedankten sich Pfarrer Josef Fischer (links), Pfarrgemeinderatssprecher Johannes Popp und Kirchenpfleger Manfred Prechtl (von rechts) dankten Bürgermeister Franz Tauber (Zweiter von links), der zehn Jahre Mitglied in der Kirchenverwaltung war und aufgrund seiner Wahl zum Bürgermeister aus dem Amt schied. Nachrücker ist Otmar Wiche. Bild: gis
Vermischtes
Ebnath
09.03.2016
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Mehlmeisel. Pfarrversammlungen sind nicht immer und nicht überall an der Tagesordnung - und wenn, dann oftmals kaum von Jugendlichen besucht. Anders verhält es sich in der Fichtelgebirgsgemeinde, wo sich nach einigen Jahren Pause im Pfarrheim zahlreiche Gäste versammelt hatten - unter ihnen eine ganze Reihe von jungen Gesichtern. "Können Sie sich das vorstellen? Wir, Sie und ich, das Licht der Welt, strahlend, kraftvoll und glänzend?", stellte Pfarrer Josef Fischer anfangs in den Raum.

"Ich zucke bei diesen Worten zusammen" gab der Geistliche zu. "Was kann ich denn schon. Wer wird fröhlich, wenn er mich sieht? Und doch", beantwortete er die selbst gestellten Fragen: "Durch unser Lachen wird die Welt heller. Und wenn wir tun, was wir können, blühen andere Menschen auf, wachsen innerlich und enthalten ihre Gaben."

Worte, wie sie zu den nachmittäglichen, informativen Stunden im Pfarrheim passten, in denen eine lebendige Pfarrgemeinde zurückblickte auf eine intensive, ereignisreiche Zeit, die Zukunft plante mit Traditionellen, aber auch mit Veränderungen, die, wie der Sprecher des Pfarrgemeinderats Johannes Popp, "nicht abschrecken sollen, sondern den Fortschritt bringen".

Lachen und singen


Am Pfarrfasching, geplant und organisiert vom Pfarrgemeinderat, der KAB und den Ministranten, wurde wie alle Jahre wieder viel gelacht, gegessen, gesungen und getanzt. Das Pfarrfest erstreckt sich heuer über zwei Tage, beginnt bereits nach der Vorabendmesse, "dann wird's italienisch, am Sonntag wieder klassisch", hat Johannes Popp vorab schon mal verraten.

Bei der Senioren-Adventsfeier sind die Älteren der Gemeinde immer Gäste der Pfarrei. Dazu lud der Sprecher jetzt auch die Jungsenioren ein. "Also - sobald es irgendwo zwickt, ist man bereit für diesen Nachmittag", schmunzelte er. Johannes Popp berichtete von tiefgehenden Erfahrungen um "das Jesuskind im Weidenkorb", das wieder in Familien und Gruppen zu Gast war und betonte, dass der sinnreiche, keineswegs verstaubte Brauch vom "Frauenbildtragen" mit dem Grundgedanken, gemeinsam zu beten, weiterhin gepflegt wird. Es wird einen "lebendigen Adventskalender" geben, an dem sich alle beteiligen können. Und "da die Mehlmeiseler ein altes Wallfahrervolk sind", stehen neben den Bittgängen auch heuer wieder eine Reihe von Wallfahrten auf dem Programm.

Am 7. August findet wieder ein Tagesausflug mit Pfarrgemeinderat und KAB statt. Johannes Popp bat die Pfarrangehörigen um weitere (Verbesserungs-)Vorschläge und Ideen, die anhand von aufliegenden Zetteln im Pfarrbüro abgegeben werden können. Kirchenpfleger Manfred Prechtl listete die wichtigsten Zahlen der Jahresrechnung von 2014 der Pfarrei (1164 Katholiken) auf, die zum Unterhalt für die Loretokapelle, die Kriegergedächtniskapelle, Friedhof, Leichenhaus, Pfarrkirche, Pfarrheim, Pfarrhof und Kindergarten (hier beteiligt sich die Gemeinde an den Kosten) verpflichtet ist und seit 1996 bis heute circa 1,2 Millionen Euro an Investitionskosten aufgebracht hat. Geplant sind für 2016/17 Sanierungsarbeiten und Baumaßnahmen an der Friedhofsmauer und am Kirchplatz, wenn die Vorbereitungen der Gemeinde für die Neugrüner Straße anlaufen.

Größe nicht wichtig


Wie bereits Pfarrer Josef Fischer, bedankte sich auch Manfred Prechtl bei allen, die in den kirchlichen Gremien, in der Pfarrei mitarbeiten, spenden, sich für die Kirche und damit auch für die Menschen engagieren. "Der Herr sieht nicht so sehr auf die Größe der Werke, als auf die Liebe, mit der sie getan werden", zitierte er die heilige Theresia von Avila.

Abschließend stellten sich drei kirchliche Verbände vor: Kindergartenleiterin Petra Köstler gab einen intensiven Einblick in die pädagogischen und sozialen Schwerpunkte des Kindergartens, informierte über die festgelegten Bildungs- und Erziehungspläne, die jedem Kind vermittelt werden und mit welchen Institutionen kooperiert wird. Wie nie zuvor sei der Kindergarten, der Mädchen und Buben ab einem Jahr bis einschließlich zur vierten Grundschulklasse betreut, mit zehn Krippen- und 30 Kindergartenplätzen voll ausgelastet ist. 14 Schüler kommen zur Hausaufgabenbetreuung. Mit dem Vorurteil, dass die KAB nur für "Kuchen und Kaffee", "Alte Leute" und "Beten" stehe, räumte Vorsitzender Wolfgang Glaser gründlich auf.

28 jährliche Veranstaltungen im Ortsverband, in denen es auch um sozialpolitische Themen wie das Freihandelsabkommen, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit geht - Worte, denen auch gleich Taten folgten: Gleich nebenan bot die KAB Fair-Trade-Produkte an. Fortgesetzt werden auch die viel beachteten "Mehlmeiseler Sozialdialoge".

Nicht nur am Altar


"25 Minis dienen nicht nur am Altar. Sie beleben und unterstützen auch die Pfarrei", berichtete Marie-Christin Pscherer, die mit weiteren Gruppenleitern die große Schar betreut und von 14-tägigen Gruppenstunden, vielseitigen Aktionen und dem Sahnehäubchen der Romfahrt erzählte.

Überaus unterhaltsam endete die Versammlung: Mit einem Film von Egon Pscherer über den Hammricher Frauentag im Jahr 1981 und das Bürgerfest vor 32 Jahren. Geehrt im Rahmen der Pfarrversammlung wurden langjährige Mitglieder des Kirchenchors.
Sobald es irgendwo zwickt, ist man bereit für diesen Nachmittag.Johannes Popp über den Seniorennachmittag
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