Steinwaldia legt Sagen-Buch vor
Fast vergessener Schatz

Die Macher präsentieren ihr Sagenbüchlein: (von links) Lektor Peter Wildgans, Adrian Roßner, Bürgermeister Manfred Kratzer, (davor) Rudolf Arndt, stellvertretender Landrat Günther Kopp, Norbert Reger, Adalbert Busl und die drei Gestalten von der Rauhnacht. Bild: wro
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Ebnath
07.10.2016
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Den "Sagenschatz des Steinwalds" hat die Gesellschaft Steinwaldia geborgen. Bei einer Lesung präsentierte der Verein das Buch, das beinahe Vergessenes und bisher Unbekanntes enthält.

Weiße Frauen, Geister, Waldbewohner, Könige, Riesen, aber auch die armen Leute und deren karges Leben: Steinwälder Protagonisten und ihre Geschichten hält die Gesellschaft Steinwaldia am Leben. Vorsitzender Norbert Reger legte bei einer Lesung "Aus dem Sagenschatz des Steinwaldes - vom südlichen Fichtelgebirge bis ins Waldnaabtal" vor. Das Buch ist der dritte Beitrag zur Sagen-Edition und eine Neuauflage eines vergriffenen Werks. "Brauchtum ist auf dem Vormarsch", sagte Reger bei der Vorstellung.

Auf 272 Seiten bietet das Buch Erzählungen der Region. Bewusst habe man sich auch aus dem Sagenschatz des Waldnaabtals bedient. Rudolf Arndt steuerte Zeichnungen bei, von Wolfgang Schödel stammen Bilder für die Neuauflage. Grundlage waren die Ausgaben von Joh. B. Lehner und Harald Fähnrich. Auch unveröffentlichte Sammlungen von Franz Xaver Schönwerth sind enthalten.

Monika Kunz und Franz Danhauser moderierten und musizierten an dem Abend als "Neualbenreuther Zwio". Georg Prechtl aus Bayreuth spielte auf seiner Wanz'n Press'. Nur wenige Exemplare des Instrumentes wurden einst in Erbendorf gefertigt.Und auch Sagengestalten traten auf. Als Grenzsteinverrucker trat Harald Primiz mit einem Gedicht auf. Fast reumütig erzählte der bärtige Geselle von seinen Untaten. Kathrin Mayer führte als geheimnisvolle Frau an sagenumwobene Quellen, erzählte vom Holz-Fräulein und düsteren Wassermännern. Nichts Böses im Schilde führten die Hankerler, von denen Adalbert Busl berichtete. In der "Stefflwirtsstube" in Wiesau seien die Zwerge zum letzten Mal gesehen worden.

Der stellvertretende Landrat Günther Kopp trug die Geschichte vom "Mauskirchlein" vor. Unter den Gästen waren auch Bürgermeister Manfred Kratzer und Adrian Roßner. Der Kulturreferent des Fichtelgebirgsvereins dankte der Steinwaldia für ihre Arbeit.

Zum Buch"Aus dem Sagenschatz des Steinwaldes - vom südlichen Fichtelgebirge bis ins Waldnaabtal": Das Werk ist für 19,90 Euro im Buchhandel oder bei der Steinwaldia erhältlich: steinwaldia@web.de.

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Weitere Informationen:

www.steinwaldia.de
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