Verdiente Persönlichkeit
Gerhard Kuhbandner zu Grabe getragen

Mit fünf Priestern und zwei Diakonen zelebrierte Pater Anish das Requiem für den verstorbenen Organisten und Chorleiter Gerhard Kuhbandner
Vermischtes
Ebnath
07.10.2016
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(ld) Eine große Zahl von Trauergästen nahm Abschied von Gerhard Kuhbandner. Der Organist und Chorleiter war am Samstag überraschend verstorben. "Es ist bitter und schlimm. Der Tod hat ihn aus dem Leben gerissen. Gerne würden wir alle schweigen, als ob wir vor dem Tod kapitulieren würden. Das wäre aber ein falsches Zeichen."

Sichtlich bewegt begann Pater Anish George das Requiem. Kein Sitz- oder Stehplatz war in der Kirche mehr frei. Die Blaskapelle hatte sich auf der Empore postiert, die Orgel spielte Werner Stehbach, der auch den Chor leitete und begleitete.

Die Lebens-Stationen des Verstorbenen fasste Pater Anish zusammenzufassen. "Unser Gerhard war ein Mensch, der seinem Glauben durch sein musikalisches Engagement, das stets zur Ehre Gottes geschah, eine Stimme gegeben hat." In seiner Predigt kam der Geitliche Pater Anish immer wieder auf Kuhbandners Arbeit für die Musik zu sprechen. Ein derartiger Beter schwinge sich Gott in die Arme. "So nimm denn meine Hände", vom Chor gesungen, konnte da nur eine musikalische Ergänzung sein. Musik sei seine Sprache gewesen, mit Gott zu reden. Der Verstorbene habe seine Gabe aber auch als Geschenk Gottes betrachtet.

Ein meditatives Zwischenspiel von Sabine Enders mit Querflöte, begleitet von der Orgel, bot Gelegenheit zur inneren Vertiefung der Worte der Predigt. "Breite, lange und tiefe Spuren hat Gerhard Kuhbandner hinterlassen", sagte Bürgermeister Manfred Kratzer. Er erinnerte an dessen enormes Engagement für seine Heimat schon in jungen Jahren. Die zahlreichen Ehrungen seien äußeres Zeichen für die Vielfalt, die Liebe und die Schaffenskraft, die von einem solchen Menschen ausgehe.

Stellvertretender Landrat Roland Schöffel ging auf Kuhbandners 45-jährige Tätigkeit am Landratsamt Wunsiedel ein, wo er zuletzt Stellvertreter des geschäftsführenden Beamten war. Schöffel beschrieb ihn als freundlich, menschlich aufgeschlossen und bescheiden. Sein Dank gelte einer verdienten Persönlichkeit.

Hans Enders betonte, Kuhbandner habe die Pfarrei nachhaltig geprägt, vor etwa 50 Jahren den Chor gegründet und diesen mit Herzblut geleitet. Er sei ein kompetenter Ansprechpartner in allen Angelegenheiten der Kirche gewesen. Stets habe er sich mit den Ideen Kolpings identifiziert.

Pfarrer Josef Englmann ließ Dankesworte überbringen für die musikalische Umrahmung der Gottesdienste in Schurbach: "Ebnath ist ein Stück ärmer geworden. Wir verneigen uns vor der großen Lebensleistung von Gerhard Kuhbandner."
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