15 Posaunenchöre beteiligen sich am Frühlingsblasen in der Edelsfelder Stephanuskirche
Sechs Blüten stehen für sechs Musikrichtungen

Kultur
Edelsfeld
14.06.2016
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"Über den Wolken" und "Preis und Anbetung sei unserm Gott": Zum 50-jährigen Bestehen spielte der Edelsfelder Posaunenchor ein Jubiläumskonzert. Blumen symbolisierten dabei die Musikrichtungen. Die Stephanuskirche war bis auf den letzten Platz besetzt.

90 Musiker aus 15 Posaunenchören kamen zum 44. Frühlingsblasen in der Edelsfelder Stephanuskirche zusammen.

Stolz stellte Posaunenchorleiter Kurt Lehnerer seine Musiker vor. Ein musikalischer Blumengruß symbolisierte das Programm der Trompeten-, Posaunen- und Tubaspieler. Sechs Blüten standen dabei für sechs verschiedene Musikrichtungen. Die Zuhörer waren dabei zum Mitsingen eingeladen.

Renaissance und Moderne


Den Beginn machte die Renaissance- und Barockzeit mit Stücken von Bach und Marcia. Die zweite Blüte stellte die wortgebundene Musik dar. Die Bläser spielten ein Stück von Georg Friedrich Wagner und "Preis und Anbetung sei unserm Gott" von Christian Heinrich Rinck.

Die dritte Blüte war der Choralmusik gewidmet. Die Edelsfelder Bläser übernahmen das Vorspiel, und alle Gäste sangen gemeinsam das Lied "Geh aus mein Herz und suche Freud" von Paul Gerhardt. Darauf folgte ein modernerer Teil mit Spirituals und Gospels. Jedem bekannt dürfte "When the Saints Go Marching In" sein.

Die fünfte Blüte trug die Überschrift "Sonstiges". Die Bläser spielten "Glocken der Heimat" und "Über den Wolken wird die Freiheit wohl grenzenlos sein". Die Töne des Konzerts hallten bis in den Ort hinein.

Klingender Jubiläumsgruß


Die jahrzehntealte Konzert-Tradition stand heuer unter dem Zeichen des 50-jährigen Bestehens des Edelsfelder Posaunenchors. Außerdem feiert das Dekanat dieses Jahr sein 450-jähriges Bestehen. Ohne Dekanat gäbe es auch keine vereinigten Posaunenchöre, die wegen des Jubiläums einen klingenden Gruß an den Edelsfelder Chor sandten.

Vor der sechsten Blüte "Volkslieder" hielt Pfarrerin Ulla Knauer die Festansprache. "Klänge und Harmonien bringen Freude und Leidenschaft, so auch heute", sprach Knauer. Denn alle Mitglieder in den Chören hätten ein Instrument, das nicht nur irgendeines ist. Seit Jahrtausenden begleiten diese Instrumente das kirchliche Dasein.

Das gemeinsame Spiel im Posaunenchor - Gott zur Ehre, den Menschen zur Freude - habe eine neue Art von kirchlichem Dienst geschaffen. Mit Posaunen, mit Musik Mauern einreißen, Mauern überwinden. "Eine Ehre ist es, die Posaunenklänge zu hören", sagte sie, "für viele Hörer Freude durch diese Musik".

Dekan Karlhermann Schötz deutete mit einem Fingerzeig den Hinweis "Gott allein die Ehre" an. "Und Posaunenchöre spielen zur Ehre Gottes und für die Menschen", sagte er.
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