Weißenberger Abendmusik einmal mehr ein Genuss
Organistin zu Scherzen aufgelegt

Im Jubiläumsjahr nutzten Günter Pilhofer und sein Posaunenchor die Abendmusik als Auftakt zum großen Festkonzert im Herbst. Bilder: aks (2)
Kultur
Edelsfeld
11.08.2016
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Weißenberg. Die friedvolle Stimmung eines strahlenden Sommerabends, eingefangen in vokaler und instrumentaler Musik: Die Weißenberger Abendmusik zelebriert diese Kunst seit Jahren und bereitete auch diesmal wieder dem Publikum in St. Veit einen unbeschwerten Genuss.

Zur Eröffnung ließ Günter Pilhofer den Posaunenchor Peppiges intonieren, um später mit "Weil ich Jesu Schäflein bin" neue Pfade in Richtung des großen Jubiläumskonzerts zum 50. Geburtstag des Ensembles zu beschreiten. Dieses stehe unter dem Motto des Liedes "Wir strecken uns nach dir", so der Chorchef, das nachfolgend gewissermaßen als Appetithäppchen erklang.

Die musikalische Leiterin der unterhaltsamen Serenade, Heidi Wohlfahrt, steuerte an der Orgel einen "musikalischen Scherz" über das Thema "Geh aus, mein Herz, und suche Freud" zur gut gelaunten Stimmung bei. Den Kirchenchor hatte sie dagegen eher besinnlich eingestellt, und so erfreuten sich die Zuhörer an Beethovens "Ode an die Freude" mit einem anderen, "schöneren Text", dem einfühlsam dargebotenen "Dessen Name heilig ist" und einer vertonten Version des "Vater unser".

Den solistischen Part der Abendmusik bestritt die gebürtige Weißenbergerin Bianca Kölbel, die sich für ihren ambitionierten Auftritt die Händel-Arie "Singe, Seele, Gott zum Preise", Franz Schuberts "Auf dem Wasser zu singen" und den ökumenischen Abstecher "In Gottes Hand geborgen" aus dem "Jungen Gotteslob" ausgewählt hatte. Am Keyboard begleitete Heidi Wohlfahrt.

Mit andächtigem Lauschen allein war es für das Publikum aber nicht getan: "Ich lobe meinen Gott", "Die Erde ist schön", "Alle meine Quellen entspringen in dir" und "Reicht euch die Hand" erklangen im ganz großen Tutti. Und ohne den Kanon-Klassiker "Meine Seele ist Stille zu Gott" wollte ohnehin niemand nach Hause gehen.
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