Barnabas wirft das Handtuch

So sehen Sieger aus. Die Frauen hielten beim Maßkrugstemmen locker mit den Mannsbildern mit. Und konnten dabei auch noch charmant lachen. Bilder: gru (2)
Lokales
Edelsfeld
17.03.2015
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Da muss sich Norbert Neugirg, der pointensichere Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapelln, warm anziehen: Beim Bockbierfest in Edelsfeld bekam er Konkurrenz. Von einer Frau.

Zwei mit Kraut gab's auch im Heldrich-Saal. Nicht zum Essen - dafür standen andere bayerische Schmankerln parat - sondern musikalisch. Zum 25. Mal hatte die Wählergemeinschaft Unsere Gemeinde zum Bockbierfest geladen - mit vollem Erfolg, wie der volle Saal bewies. Drei Sorten Bock wurden dort ausgeschenkt. Eingeschenkt wurde auch. Ganz im Stil von Norbert Neugirg schlüpfte Heidi Rösel mit einem Fastengedicht in die Rolle der "Feierwehrdame".

Eine Fastenpredigt gab es diesmal nicht - warum, erklärte Rösel in ihrem Vortrag: "Da Barnabas hod's Handtuch gschmissen. Lang gnouch houd sich der Frank über die Edelsfelder Bürger as Mal zerrissen."

Sie philosophierte auch über seine Sprache ("Die Themen wären da gewesen - doch sie warn nicht ganz erlesen"). Oder lag der Grund für seinen Ausstieg beim Barnabasgewand? "Ich glaub, 's gab 'nen andern Grund: Die Kutte war's, der dicke Hund." Doch für den Rudi gab es auch Dank, "mach weiter so, (im nächsten Jahr) - du alter Frank". Natürlich durften die Neubauten der Gemeindehäuser nicht unerwähnt bleiben. Ebenso wie die Hundetoiletten in der Gmoi: Die sind nicht bei allen beliebt, besonders nicht bei denen, vor deren Haustür sie stehen.

Und dann war da noch der Knabe, der nach Kanada reiste: Als Junggeselle hatte er den Traum, ein Weiblein zu finden, noch nicht aufgegeben. Und musste den Spott über seinen T-Shirt-Aufdruck ertragen: "Mann mit Säge sucht Frau mit Wald."

Eine Gaudi und bestens angenommen war wieder das Maßkrug-Stemmen für Damen und Herren. Länger als drei Minuten lautete das Motto: Mit den vollen Krügen konnten die Teilnehmer ihre Kräfte unter Beweis stellen. Dabei zeigte sich: Es gab fast keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Belohnung für mehr als drei Minuten Anstrengung war ein Fläschchen Piccolo. Viele Preise enthielt die Tombola. Alle Gewinner, voran Monika Nibler mit dem ersten Preis, einem Geschenkkorb, gestiftet von 2. Bürgermeister Hans Klann, schleppten ihre "Trophäen" mit Freude nach Hause.
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