Bienenzuchtverein Edelsfeld: Heuer weniger Schäden durch die Milbe
Varroa auf dem Rückzug

Lokales
Edelsfeld
22.01.2015
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Es gab schon schlimmere Winter: Die Mitglieder des Bienenzuchtvereins Edelsfeld sind heuer nicht so stark von Schäden durch die Varroa-Milbe betroffen. "Wir werden daher im Frühjahr hochwertige Bienenvölker der Rasse Carnica anbieten können", erklärte Vorsitzender Hans Strehl bei der Jahreshauptversammlung.

Strehl kritisierte die Informationspolitik der Nachbarvereine, wenn bei ihnen die meldepflichtige Faulbrut auftritt. Er rief seine Vereinskollegen vor allem zu Sauberkeit und Einhaltung der Hygiene-Standards auf, "damit wir auch weiterhin qualitativ hochwertigen Honig produzieren können". Der Vorsitzende rief zwei Versammlungen mit Gastreferenten in Erinnerung und berichtete, dass er als Fachwart die kompletten Schulungen des Vereins, auch in anderen Vereinen, übernommen habe. Auch heuer werde wieder ein Neulingslehrgang in Edelsfeld angeboten. Interessierte, auch aus anderen Vereinen, könnten sich bei ihm anmelden.

Warten auf die Orchidee

Kassier Daniel Kraus berichtete von einem "soliden Polster" in der Vereinskasse, welches in den nächsten Jahren vor allem in gekörte Hochleistungszuchtvölker und in den Bienenlehrpfad investiert werden soll. Zweiter Vorsitzender Georg Stengl berichtete von den Bemühungen des Landschaftspflegeverbandes Amberg-Sulzbach, am Bienenlehrpfad eine Blühfläche anzulegen. Seit 2012 versuche das Team um Richard Lehmeier, auf dem Areal wilde Orchideen anzusiedeln. Die Orchideen seien zwar bisher ausgeblieben, dafür hätten sich mittlerweile andere wertvolle Blühpflanzen wie Beinwell, Feldklee oder Klappertopf angesiedelt. Der Verein ist Mitglied bei der Bayerischen Imkervereinigung, die auf Drängen der Versicherungskammer Bayern den alten Versicherungstarif durch eine neue Rahmenvereinbarung ersetzen muss.

Manfred Weiß von der Imkervereinigung stellte den neuen Tarif vor: Als Vorzug sei wieder das modulare Versicherungssystem anzusehen. Hierbei entscheide auch künftig der Imker selbst, was und wie er sich versichern will. Basis und Standard sei zukünftig der Tarif Global I (bis 30 Völker). Ein Bienenvolk sei darin mit 130 Euro (vormals nur 90 Euro) versichert. Dieser Basistarif werde anstatt der bisherigen fünf Euro künftig zehn Euro kosten. Weiterführende Informationen finden sich auf der Internetseite www.bayerische-imker.de.
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