CSU schnuppert Landleben-Luft

Margarete Jäkel (links) zeigte den CSU-Mitgliedern die Feinheiten ihres Goglhofes. Mit im Bild Gerhard Graf (Zweiter von links), Günther Graf (vierter von links) und Klaus Hafner (Zweiter von rechts). Bild: hfz
Lokales
Edelsfeld
10.11.2015
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Inzwischen ist es schon Tradition, dass sich der CSU-Ortsverband von Edelsfeld mit den Christsozialen aus Königstein-Hirschbach trifft, um sich auszutauschen. Dieses Mal ging es in die Gemeinde Edelsfeld zu einer Besichtigung des Goglhofes in Eberhardsbühl.

Die beiden CSU-Ortsvorsitzenden, Peter Mauritz aus Edelsfeld und Klaus Hafner aus Königstein, halten an den regelmäßigen Treffen fest. Dieses Mal ging die Reise nach Edelsfeld, genauer gesagt, nach Eberhardsbühl zum Freilandmuseum Goglhof. Eingeladen hatte die CSU Edelsfeld, und stellvertretender Ortsvorsitzender Gerhard Graf begrüßte die Gäste aus Königstein.

Früher einmal Lehrerin

Empfangen wurden sie von Margarete Jäkel, der Eigentümerin des Goglhofes, die gleich zu Beginn den historischen Werdegang des Anwesens erläuterte. Jäkel erklärte, dass sie früher einmal als Lehrerin in Illschwang wohnte und eine sparsame Lebensführung gewohnt war.

Im Außenbereich erklärte Jäkel, was es mit dem Rollpflaster im Hofbereich auf sich hatte, wie es seinerzeit verlegt wurde und mit welcher Mühe sie die Dachziegel einzeln abbürstete, um sie zu erhalten. Im ehemaligen Kuhstall konnte man sich einen Eindruck von der damaligen Viehzucht verschaffen. So nutzte man beispielsweise die Wärme des Kuhstalles, der im Haus untergebracht war, gleichzeitig auch als Wärmequelle für den Wohnbereich.

Steuern wurden seinerzeit auf die Größe der Tierhaltung erhoben und nicht wie heute auf die landwirtschaftlichen Flächen. Deswegen war jemand mit vielen Tieren ein angesehener Bauer. Anschließend bestaunte man die Stube des Goglhofes mit ihrer beeindruckenden Holzdecke inklusive den mit der Hand gehauenen Trägerbalken.

Der Kachelofen, der früher mal einen "Höllhafen" hatte und zum Warmhalten von Wasser diente, war die einzige Heizquelle im Haus, selbst die Restwärme der Stube wurde noch zum Beheizen der darüber liegenden Schlafräume genutzt.

Schlachttisch und Buchbrett

Jäkel wusste über jeden Gegenstand bestens Bescheid, egal ob es der Schlachttisch in der Stube war oder das Buchbrett über der Eingangstür in der Stube, das früher als Buchregal diente - sofern es auf einem Bauernhof damals überhaupt Bücher gab. Die Gäste aus der Gemeinde Edelsfeld und Königstein waren sichtlich begeistert von den gelungenen Schilderungen aus der alten Zeit und dem früheren bäuerlichen Landleben. So war es nicht verwunderlich, als Jäkel lobte: "Ich habe selten so eine interessierte Besuchergruppe gehabt wie heute."

Gerhard Graf nahm dies zum Anlass, sich ebenfalls für diesen gelungenen Nachmittag zu bedanken. Er überreichte ihr ein kleines Geschenk sowie einen Beitrag für die Gogelhof-Stiftung.

Klaus Hafner zollte Margarethe Jäkel höchsten Respekt und Anerkennung für ihr Engagement zum Erhalt dieses kulturellen Kleinodes. Zum Abschluss des Besuches kehrten alle noch zu einer gemütlichen Brotzeit in das nahe gelegene Wirtshaus "Genf intern" ein.
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