Dr. Arthur Schlosser und seine Ratschläge für Eltern
Tipp: Selber denken!

Lokales
Edelsfeld
08.12.2015
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"Eine Mutter ist für mich eine Managerin, die zu Hause alles koordiniert", sagte Dr. Arthur Schlosser bei seinem Vortrag "Nur das Beste für mein Kind" im Edelsfelder Kindergarten. Er prangerte dabei einige aktuelle Entwicklungen an.

Der Allgemeinmediziner beobachtet eine Art Wertewandel, der ihm Sorgen bereitet. Er nannte eine steigende Zahl an Kindern mit Fehlstellungen der Wirbelsäule, Verhaltensauffälligkeiten, Übergewicht und Sprachproblemen. Aktuell seien 30 Prozent der Kindergartenkinder übergewichtig; in der Schule sogar mehr als 40 Prozent.

"Ein Drittel der Kinder sind heute nicht mehr Ergebnis einer Liebe, sondern werden eher wie eine Art Haustier gehalten", stellte er entsetzt fest und sprach damit das "Co-Parenting" an, bei dem eine gemeinsame Elternschaft ohne Liebe verwirklicht wird. Zukunftsforscher hätten ein modernes Bild der Familie vor Augen: "Hierbei braucht es ein Dorf, um ein Kind zu betreuen."

Ebenfalls Trend sei das "Wegorganisieren" von Kindern. Um einen gewissen Lebensstandard aufrechtzuerhalten, gingen häufig beide Elternteile arbeiten und ließen ihre Kinder ganztägig betreuen. Grund dafür sei der "Gott Mammon", dessen Gebot "Du sollst begehren" heißt. Der Staat lege seinen Fokus auf Bedürfnisschaffung, um Wachstum zu fördern.

Kritisch sah Schlosser auch den frühen Einsatz von Computern und anderen digitalen Geräten, welche die Entwicklung sozialer Kompetenz von Kindern stark einschränken. Sein Rat an alle Eltern: "Selber denken darüber, was das Richtige ist."

Er ging zudem auf die drei Entwicklungsebenen von Kindern ein: Neben der sozialen Kompetenz - sprich der Wahrnehmung der Umwelt - spiele die geistige und körperliche Entwicklung eine enorm wichtige Rolle. Für Knochenwachstum brauche es Vitamin D; also Sonnenstrahlen, Bewegung, Sauerstoff und Wasser. Vor allem Wassertreten fördere die Durchblutung. Das Gehirn wächst laut Schlosser durch Bewegung, ausreichend Schlaf, eine gesunde Ernährung und Denken.

Nach seinen Ausführungen boten die Erzieher des Kindergartens Kneipp-Anwendungen wie Arm-Bad, kalte Güsse und Wassertreten an.
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