Frisch auf den Tisch bei der Edelsfelder CSU: Fisch und ein Lanzinger-Referat
Oberpfalz touristisch aufwerten

Bayern kann keine Insel der Glückseligen sein, und die bayerische Wirtschaft braucht einfach Strom.
Lokales
Edelsfeld
04.03.2015
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Interessante Einblicke in die hohe Politik gab Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger beim Fischessen des CSU-Ortsverbands Edelsfeld. Vorsitzender Peter Mauritz stellte die Ambergerin zu Beginn des Treffens im Gasthaus Zum blechernen Reiter in Sigras kurz vor. Dann legte Lanzinger los.

Zunächst schilderte sie ihren Lebensweg und ihre Tätigkeit in der aktuellen Legislaturperiode. Sie beschrieb die Arbeit in der großen Koalition als täglichen Kampf, stellte aber auch fest, "dass unser Land keine großen innenpolitischen Probleme hat". Die Arbeitslosigkeit sei auf einem historisch niedrigen Stand, ebenso die Inflation. Die ständig steigenden Steuereinnahmen, die ein Rekordniveau erreicht hätten, geben dem Bund die Möglichkeit zum Gestalten.

Trassen besser nutzen

Lanzinger ist Mitglied in den Ausschüssen für Wirtschaft und Energie sowie für Touristik. In beiden Gremien könne sie ihre berufliche Erfahrung einbringen, erklärte sie. Zusammen mit den sechs anderen CSU-Abgeordneten aus der Oberpfalz wolle sie den Bezirk touristisch aufwerten.

Die Abgeordnete legte ihren Standpunkt bezüglich der Stromtrassen von Nord nach Süd dar. Aus einem mittelständischen Unternehmen stammend wies sie die Gäste auf den Energiebedarf des produzierenden Gewerbes in Bayern hin. Zuallererst sollten die bestehenden Trassen besser genutzt werden, um die Zahl der Neubauten so gering wie möglich zu halten. Wo diese allerdings erforderlich seien, müssten die Trassen in enger Abstimmung mit der Bevölkerung geplant und gebaut werden. "Bayern kann keine Insel der Glückseligen sein, und die bayerische Wirtschaft braucht einfach Strom", betonte Lanzinger.

Gegen aktive Sterbehilfe

Die Politikerin widmete sich dann ihrer Arbeit im Hospizverein. Als gelernte Sozialarbeiterin sei sie früh mit dem Tod und todkranken Patienten in Kontakt gekommen. Sie erkannte, dass es einer Änderung der Sichtweise bedürfe, um sich auf die Patienten einzustellen und ihnen das Leben lebenswert zu machen. In diesem Zusammenhang bezog sie klar Stellung gegen Erleichterungen bei der aktiven Sterbehilfe.

Natürlich wurde die Abgeordnete bei der Diskussion mit der Situation in Griechenland und der Ukraine konfrontiert. "Bei der Griechenland-Frage gibt es klare Verträge, die eingehalten werden müssen, um die Verlässlichkeit der europäischen Länder nicht zu untergraben", unterstrich sie. Im Ukraine-Konflikt gelte es, trotz mancher Rückschläge immer wieder zu versuchen, mit Verhandlungen beide Parteien dazu zu bewegen, die bewaffnete Auseinandersetzung zu beenden.
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