Gemeinde will AOVE-Projekte und Anschlussförderung des Managers mittragen
Klimaschutz: Edelsfeld macht ernst

Lokales
Edelsfeld
10.10.2014
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Von Zeit zu Zeit begrüßt der Edelsfelder Gemeinderat AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer in seiner Runde. Bei ihrer jüngsten Stippvisite standen am Dienstag die umfangreichen Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils Ehenbach (AOVE) im Mittelpunkt ihres Berichts.

Obwohl sich seit Mai eigentlich nur ein wirklicher "Neuling" im Gremium befindet, nutzte Lobenhofer ihr Gastspiel, um noch einmal komplett auf die Entwicklungsgeschichte des interkommunalen Verbundes zurückzublicken. Dabei erwähnte sie den "Familienzuwachs" der AOVE GmbH mit AOVE e.V., AOVE-Bürgersonnenkraftwerke, AOVE-BioEnergie eG und AOVE-BürgerEnergie eG. Auch die weit gefächerte Projektvielfalt vom "Alt werden zu Hause" über regenerative Energien, Gewässerentwicklungsplanung, dem landwirtschaftlichen Hauptwegenetz und den außerordentlich beliebten Kulturführungen kam zur Sprache.

Besonderen Stellenwert genießt in Edelsfeld das von Markus Schwaiger als Manager betreute integrierte Klimaschutzkonzept. Er leistete Hilfestellung beim Versuch, die gemeindliche Straßenbeleuchtung in Eigenregie zu übernehmen, organisierte die Bündel-Stromausschreibung, erfasste unter dem Aspekt Energiemanagement sämtliche kommunalen Liegenschaften, errechnete das Potenzial für LED-Technik in Rathaus, Kindergarten und Schule und betreute zuletzt eine Umfrage zum Thema Fernwärmenetz Edelsfeld.

Angesichts dieser Liste und der guten Erfahrungen sprachen die Gemeinderäte dem Klimaschutzmanager das Vertrauen aus und genehmigten die Anschlussförderung seines Arbeitsplatzes mit einer Eigenbeteiligung von rund 3800 Euro. Außerdem verpflichtet sich die Gemeinde Edelsfeld offiziell, die erarbeiteten Projekte umzusetzen. Alles allerdings unter der Voraussetzung, dass die anderen acht AOVE-Kommunen mitziehen.

An Themen für die Zukunft nannte die AOVE-Geschäftsführerin neue Wohnformen für Senioren, mobile Lebensmittelversorgung, Leerstandskonzepte, Mobilität ohne eigenes Auto, Ausbau von Wohnmobilstellplätzen, Quellenrenaturierung, Fachkräftemangel im Handwerk, Erhalt und Ausbau der medizinischen Versorgung im ländlichen Bereich und die interkommunale Zusammenarbeit bei kommunalen Pflichtaufgaben.
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