Grünstreifen soll weg

Der Streifen des Landschaftsschutzgebiets entlang der Bundesstraße 85 hat keinen Nutzen, behindert aber die Expansionspläne der Gemeinde Edelsfeld und soll daher aufgehoben werden. Bild: aks
Lokales
Edelsfeld
16.01.2015
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Es muss nicht immer die größtmögliche Lösung sein, die für zufriedene Gesichter im Edelsfelder Gemeinderat sorgt. Im Falle des porösen Wasserdurchlasses in Neumühle machte jetzt die abgespeckte Variante das vorläufige Rennen.

In der Sitzung nicht viel weiter als beim Ortstermin, fischten die Räte und der fachliche Berater, Ingenieur Rainer Rubenbauer (UTA Ingenieure GmbH) im Trüben zwischen Hochwasserschutz, Geländeanhöhung und Durchlassverkleinerung.

Mangels genauer Berechnungen beließ man es am Ende bei der kleinen Lösung, ein Wellstahlprofil in den durchgerosteten Durchlass einzuschieben. Die nicht förderfähigen Kosten belaufen sich auf etwa 190 000 Euro. Ohne Bedenken genehmigte der Rat zudem Robert Schwabes Antrag, in der Bergwiesenstraße in Edelsfeld ein altes Nebengebäude durch ein neues zu ersetzen. Ebenfalls unisono stimmte man für die Übernahme der 1,50 Meter Abstandsfläche in Sachen Doppelgarage Nösner in Edelsfeld. Mit Interesse und ohne Einwände nahm man die Projekte der Nachbargemeinde "Recyclingzentrum Oberweißenbach", "Bebauungsplan Raiffeisengelände" Neukirchen und die Änderungen des Grafenwöhrer Flächennutzungsplans "Ochsenhut" zur Kenntnis.

Asylbewerber kommen

Nach einem früheren, ergebnislosen Versuch, den 200 Meter breiten Streifen des Landschaftsschutzgebiets entlang der Bundesstraße 85 aufzuheben, nimmt Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl neuerlich Anlauf: Die Schutzwürdigkeit sei nicht erkennbar, dafür behindere der Streifen die Erweiterung von Baugebieten und Gewerbeflächen, lautet die Begründung des Antrags ans Landratsamt. Zuwachs sei im Übrigen auch bei den Einwohnern zu erwarten, sagte Strehl. Man erwarte die Ankunft von zehn bis zwölf Asylbewerbern, eine Unterkunft sei wohl bereits gefunden, ein Netzwerk zur Unterstützung soll aufgebaut werden. Den Simultankirchen-Radweg, der innerhalb der Gemeinde von Bernricht nach Edelsfeld, Niederärndt und Weißenberg führen soll, begrüßt der Gemeinderat. Auf Nachfrage erklärte der Bürgermeister zudem, dass man Kostenvoranschläge für einen automatischen, behindertengerechten Türöffner am Rathaus prüfe.
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