In Edelsfeld sind schon die Jüngsten begeisterte Kneippianer
Das Erbe des Pfarrers

Lokales
Edelsfeld
30.05.2015
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Im November feiert der Kneipp-Verein Edelsfeld seinen 20. Geburtstag. Inzwischen sind die fünf Fundamente "Wasser, Bewegung, Ernährung, Heilpflanzen, Lebensrhythmus", die Grundlagen der ganzheitlichen Gesundheitslehre nach Sebastian Kneipp, für eine ganze Generation eine Selbstverständlichkeit geworden.

Sowohl im Kindergarten oder auch in der Sebastian-Kneipp-Schule gehören die Naturheilverfahren nach Pfarrer Kneipp zum täglichen Leben.

Aus den damals 46 Gründungsmitgliedern des Vereins sind inzwischen 124 geworden, erzählt 1. Vorsitzender Siegfried Meidenbauer. Damals wie heute steht er dem Kneipp-Verein vor. Als ebenso engagierte Kneippianer leiten zwischen 1998 und 2011 Marion Baur, Angelika Bär und Mechtild Krug den Verein.

Von Anfang an nahm der Zusammenschluss der Kneipp-Begeisterten gehörig Fahrt auf. Schon nach einem Jahr wurde der 1. Bayerische Kneipp-Kräuterlehrpfad mit Kräutergarten am Hahnenkamm seiner Bestimmung übergeben. Dies war nicht zuletzt der Verdienst von Ernst Pickel aus Schnellersdorf. Nach einem weiteren Jahr begann der Bau des Steinlinger Kneipp-Beckens.

Was bietet der Kneipp-Verein?

Zu den "tragenden Säulen" gehört die im März 1998 gegründete Walking-Gruppe. Die beiden Übungsleiter Erika Bär und Thomas Püttner können jeden Dienstag - und das ganzjährig - um 18 Uhr am Hahnenkamm viele Teilnehmer begrüßen, die diesem Ausdauertraining von Anfang an treu geblieben sind.

Ungezählt sind die (zum Teil "bewegten") Vorträge, die in den 20 Jahren über die fünf Kneipp-Säulen angeboten wurden - eine Tradition, die natürlich auch fortgesetzt wird. Große Resonanz konnten und können auch die Wassergymnastik" und "Rückenschule" verzeichnen.

Sehen lassen können sich auch die Vereinsaktivitäten: Wanderungen, Ausflüge, Beteiligungen am Sommerferienprogramm, Kochkurse - stets unterhaltsam und gemeinschaftsfördernd angeboten.

Kinder und Kneipp

Kinder so zeitig wie möglich mit den Vorbeugungsmaßnahmen des berühmten Gründers vertraut zu machen - dies haben sich die Verantwortlichen im Edelsfelder Kneipp-Verein schon früh auf ihre Fahne geschrieben. Und die Pionierarbeit hat sich gelohnt:

Stolz kann der Kindergarten seit zwei Jahren eine kindgerechte Kneipp-Anlage im Keller vorweisen. Die Jahre vorher (ab 1999) behalf man sich mit Schüsseln und Eimern. Jede Gruppe hat einen festen Tag pro Woche zum Wassertreten. Weiter stehen wöchentlich Turnen sowie Tau- bzw. Schneetreten auf dem Programm. Die Säule Ernährung wird regelmäßig mit einem kalten Büfett und Kräuterbroten bedient - und für die Seele gibt es ein Märchenzimmer.

In der Schule ist der Name Kneipp inzwischen Programm. Jeden Monat steht eine Kneipp-Woche auf dem Plan. "Die Kinder sollen Sebastian Kneipp als Menschen kennenlernen", betonen die Lehrkräfte der Schule. "Deshalb versuchen wir verstärkt, seine Lehren in das tägliche Unterrichtsgeschehen einzubauen".

Im Praktischen stehen dafür die Pflege des Kräutergartens, Walken, Arm- und Kniegüsse sowie je nach Jahreszeit die Zubereitung von Tee und Suppen oder auch Wickel-Anwendungen. Um der Einheit von Körper, Geist und Seele gerecht zu werden, gibt es Meditationsgeschichten und Fantasiereisen, unterstützt durch die Massage mit Igelbällen.

"Gesundheit ist nicht nur ein Wort, Gesundheit ist auch machbar! Naturheilverfahren nach Kneipp. Zeitgemäß und zukunftsweisend!" Dafür will der Kneipp-Verein Edelsfeld auch weiterhin stehen.
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