Kläranlage muss noch warten

An der Einmündung des Königsteiner Wegs in die Sigraser Straße müssen momentan noch Schnelligkeit und Glück die schlechten Sichtverhältnisse ausgleichen. Bald soll das ein Verkehrsspiegel ändern, kündigte Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl im Gemeinderat an. Bild: aks
Lokales
Edelsfeld
10.10.2014
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"Mondpreise" will die Gemeinde Edelsfeld für die Sanierung ihrer Kläranlage nicht bezahlen. Lieber wartet sie mit dem Baubeginn bis ins nächste Frühjahr. Auch die beitragspflichtigen Bürger haben etwas davon.

Aufschub für die geplagten Eigenheimbesitzer der Gemeinde Edelsfeld: Die erste Rate der Ergänzungsbeiträge zur Sanierung der Kläranlage müssen sie nicht zum 1. März, sondern erst zum 1. Juni 2015 berappen. Grund für die "Gnadenfrist" ist der spätere Baubeginn, informierte Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl den Gemeinderat.

Der Markt sei "momentan völlig überhitzt", klagte Strehl. Um den "Mondpreisen" aus dem Weg zu gehen, habe sich die Gemeinde entschieden, die Arbeiten über den Winter neu auszuschreiben. Der Baubeginn rückt damit vom Herbst 2014 in den Frühling 2015. Folglich laufen bis März auch keine Rechnungen für die Sanierung der maroden Kläranlage auf. Da erscheine es nur fair, die zahlungspflichtigen Bürger drei Monate später als ursprünglich geplant zur Kasse zu bitten.

Neukalkulation vertagt

Unter diesen Umständen macht die eigentlich zum 1. Januar 2015 vorgesehene Neukalkulation der Abwassergebühren ebenfalls wenig Sinn. Deshalb genehmigten die Gemeinderäte eine Verlängerung des aktuellen Kalkulationszeitraums um mindestens ein weiteres Jahr.

Offiziell in trockene Tücher packte das Gremium das "Wegebauprojekt außerhalb Alternsthof" zwischen der Staatsstraße 2166 und der Kreisstraße AS 12. Dem Vertrag mit dem Verband für Ländliche Entwicklung über die Planung stimmten die Räte ebenso zu wie dem Zuwendungsantrag und dem Antrag auf vorzeitigen Baubeginn.

Trotz des sperrigen Titels "Antrag auf Erteilung einer isolierten Befreiung vom Bebauungsplan" ging das Carport-Ansinnen von Thomas Wiesneth im Turnweg in Edelsfeld flott und unbeanstandet über die Bühne.

Bürgermeister Strehl informierte darüber, dass die Urnenstelen am Friedhof drei Elemente nicht überschreiten dürfen, um ihre Standfestigkeit zu gewährleisten. Die aufgehübschte Ortstafel zieht vom alten evangelischen Gemeindehaus ans Rathaus um.

Aus dem nichtöffentlichen Teil der August-Sitzung gab er den 2015 startenden, bis 2020 abgeschlossenen Pflegevertrag fürs Böschungsmulchen ebenso bekannt wie die gemeinsam mit dem Markt Hahnbach erfolgte, beschränkte Ausschreibung in Sachen Innenbeleuchtung Rathaus.

Verkehrsspiegel kommt

14 Cent mehr pro Einwohner kostet künftig der Beitrag zum Landschaftspflegeverband. Strehl erläuterte die einheitliche Regelung für die Grundeigentümer, die bereit sind, im AOVE-Projekt "Landwirtschaftliches Hauptwegenetz" Flächen abzugeben. Der versprochene, aber immer noch fehlende Verkehrsspiegel an der unübersichtlichen Einmündung Königsteiner Weg/Sigraser Straße in Edelsfeld lasse nicht mehr lange auf sich warten.
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