Kunst bekommt endlich Schild

Lokales
Edelsfeld
11.07.2015
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Wenn der Sitzungssaal im Edelsfelder Rathaus einer Sauna gleicht, liegt dem Gemeinderat nicht viel an einer Verweildauer über das notwendige Maß der Tagesordnung hinaus. Glücklicherweise machten weder die drei Bauanträge noch die Infos zum AOVE-Hauptwirtschaftswegenetz einen Strich durch diese Rechnung.

Dominik Winter aus Wegscheid erhielt die ungeteilte Zustimmung für seine Zufahrtstektur bezüglich der geplanten landwirtschaftlichen Lager- und Bergehalle. Auch Barbara Tuchbreiter und Mathias Eckl können loslegen mit ihrem Traum vom Einfamilienhaus in Steinling.

Kosten liegen vor

Nachdem sie sich einen entsprechenden Hinweis der Gemeinde zum Garagendach zu Herzen genommen haben, steht dem Einfamilienwohnhaus von Alexandra Regler und Bastian Schedl in Boden auch nichts mehr im Weg. Der Edelsfelder Part am AOVE-Hauptwirtschaftswegenetz steht mit einem prognostizierten Baubeginn 2020 zwar noch in weiterer Ferne, die Kosten für die fünf gemeindlichen Abschnitte liegen allerdings nach Abschluss des Planungsverfahrens schon auf dem Tisch.

Wege ausbauen

Rund 300 000 Euro sind für den Weg Bernricht-Bundesstraße 85 veranschlagt, der Weg vom Seniorenwohnheim Richtung Kleinalbershof bringt es auf gut 289 000 Euro, der Ausbau Schmalnohe-Kürmreuth schlägt mit 391 000 Euro zu Buche, für die Strecke Kalchsreuth-Sigras wird mit 373 000 Euro gerechnet.

Der Ausbau des Weges Kleinalbershof-Neuernsthof wird auf 164 500 Euro geschätzt, könnte aber über das Programm "Wegebau außerhalb" zeitlich vorgezogen werden. Statt der ansonsten geltenden 85-prozentigen Förderung gäbe es in dem Fall allerdings zehn Prozent weniger Zuschuss. Über die momentan festgelegte Schotterausführung bei allen Strecken mit Waldbestand zeigte sich das Gremium jedoch nicht glücklich. Hinsichtlich der zu erwartenden allgemeinen Kostensteigerungen bis zum tatsächlichen Baubeginn habe das zuständige Amt für Ländliche Entwicklung immerhin schon Entgegenkommen signalisiert.

Ohne Diskussion nickten die Räte die Verlängerung des Gastschulantrags für zwei Schüler ab und nahmen die Informationen zur Erdverkabelung zwischen Schnellersdorf und Steinbach ebenso zur Kenntnis wie die auf Samstag, 25. Juli, terminierte Einweihung der Lokal-Schleife 3 des Simultankirchenradwegs. Licht ins künstlerische Dunkel beendete die nur äußerlich heiße Sitzung: Die Skulptur im Rathaus-Treppenhaus bleibt nicht länger namenlos.

Ein Schild soll zukünftig auf den aus Schnellersdorf stammenden, mittlerweile in Montreal/Kanada lebenden Schöpfer des "Erzleit'nlandlers", Erwin Regler, ebenso hinweisen wie auf die Entstehungsgeschichte des aus gesammeltem Landwirtschaftsschrott bestehenden Werkes, das seit 1995 das Rathaus dekoriert.
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