Musik für Herz und Seele

Lokales
Edelsfeld
02.12.2015
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Vertont man all die Attribute, die sich mit der Vorweihnachtszeit verbinden, kommt man zu festlichen, leisen und wärmenden Klängen. Und genau diese Mischung offerierte das Adventskonzert in der evangelischen Kirche St. Stephanus zum Start dieser so besonderen Wochen des Jahres.

Den festlichen Part des von Heidi Wohlfahrt effektvoll zusammengestellten Programms übernahm der Posaunenchor unter Leitung von Günter Pilhofer. Die bearbeitete Fassung von Bachs "Sinfonia", Reinhard Gramms "Air" oder das mit der Gemeinde musizierte "Wie soll ich dich empfangen" verströmten die Portion Glanz und Glitzer, ohne die keine Festlichkeit auskommt.

Schwebender Zustand

Zu dem von Pfarrerin Ulla Knauer angesprochenen, schwebenden Zustand "zwischen Himmel und Erde" trug der ökumenische Kirchenchor unter Leitung von Heidi Wohlfahrt mit "Mache dich auf, werde Licht" und "Gelobt sei, der da kommt" wesentlich bei. Und ohne den jahreszeitlichen Kirchenchor-Hit "Das erste Licht" hätte ohnehin niemand in den Advent starten wollen.

Vielfältig besetzt war die leise Abteilung mit Stubenmusik solo, Gesangs-Terzett und Stubenmusik oder der selten zu hörenden und nicht nur deshalb besonders ansprechenden Kombination aus drei Hackbrettern, Gitarre und Kontrabass. Weil ein Hauch Klassik auch immer gut in einen wohligen Adventssonntag-Rahmen passt, erklang zudem eine mit Altflöte, Querflöte und Klavier besetzte Triosonate von Johann Joachim Quantz und die geschmeidige "La Follia" aus der Feder von Antonio Vivaldi in der Bearbeitung für zwei Altblockflöten und Klavier.

Verbale Einschübe

Damit sich jede dieser Preziosen gebührend im Ohr des Publikums entfalten konnte, sorgte Dieter Radl für harmonierende, verbale Einschübe.

Zwei Jahre hat er an seiner oberpfälzisch synchronisierten Weihnachtsgeschichte gearbeitet, die nun kostprobenweise das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Und auch hier war es vor allem die gelungene Mischung aus Althergebrachtem und alltäglich Bekanntem, die großen Zuspruch in der voll besetzten Kirche fand. Pfarrerin Knauers Wunsch, aus dem Konzert etwas für Herz und Seele in die kommenden Wochen mitzunehmen, hat sich sicher erfüllt.
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