Neue Energiepflanze im Test - Honiglehrgang beim Bienenzuchtverein Edelsfeld
Silphie eine Hoffnungsträgerin

Die Biene tut alles für ein hygienisches Produkt: Das sollte der Imker auch tun, riet Claus Raab. Bild: hfz
Lokales
Edelsfeld
25.10.2014
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Honig entsteht aus Nektar und Honigtau, den die Bienen mit Enzymen und Fermenten anreichern. So liefern sie ein sehr hochwertiges Lebensmittel. Was dabei genau passiert, erörterte Claus Raab in einem Honiglehrgang beim Bienenzuchtverein Edelsfeld.

Er baute seinen Vortrag auf den Grundlagen der Gesetze und Verordnungen auf. Sie verlangen beispielsweise von Imkern, die nach 1993 begonnen haben, ein Honigzertifikat. "Die Biene tut alles dafür, ein reines Produkt in ihren Stock einzubringen. Im Stock ist der Imker zuständig, dass dieses hygienische Produkt auch möglichst sauber bleibt", führte der Referent aus. Eindringlich riet er, mit hellen neuen Waben und biologischen Mittelwänden zu arbeiten.

Schwarze und dunkle, schon mehrfach bebrütete Waben gehörten eingeschmolzen. Dieses Wachs benutzt Raab für die Kerzenproduktion. Nur frisches Deckelwachs aus seiner eigenen Imkerei verwende er wieder für Mittelwände.

Nach seinen Ausführungen musste jeder Teilnehmer, der ein Honigzertifikat erhalten wollte, einen kleinen Test bestehen. Eine kurze Bilanz zog Claus Raab dann noch über sein Modellprojekt mit der Durchwachsenen Silphie. Heuer brachte er die erste Ernte vom Feld ein und testete den Honig. Diese relativ neue Energiepflanze könnte dem Mais teilweise ersetzen und wäre für die Bienen wesentlich sinnvoller. So werde ihr nachgesagt, dass ihr Pollen Inhaltsstoffe besitzt, die sich positiv bei der Varroabekämpfung auswirken.
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