Sinnige und unsinnige Schilder

Die Ortstafel Königsteiner Weg Richtung Niederärndt wird erneuert und erhält endlich auch ein Pendant Niederärndt-Königstein. Bild: aks
Lokales
Edelsfeld
06.11.2014
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Auch Verkehrsschilder lassen sich bevorraten. Nach der jüngsten Verkehrsschau leistet die Gemeinde Edelsfeld nicht nur einigen speziellen Anordnungen Folge, sondern deckt sich auch gleich mit einigen allgemeinen Zeichen ein, "die man immer brauchen kann".

In diese Kategorie fallen beispielsweise "Vorfahrt gewähren" oder "Verbot für Krafträder und sonstige mehrspurige Fahrzeuge", wie Verwaltungsmitarbeiterin Maria Held dem versammelten Gemeinderat zur "Einkaufsliste" erklärte. Zu den unstrittigen Positionen gehörten darüber hinaus auch allerlei Ersatz für Verblichenes oder Abhandengekommenes, Straßenschilder oder aber die Verkehrsspiegel für den Königsteiner Weg und für die Einfahrt gegenüber der Bäckerei Heuberger.

Wenig Verständnis

Einige der laut Verkehrsschau zu beschaffenden Ortstafeln stießen allerdings in Sachen Notwendigkeit auf wenig Verständnis bei Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl und seinen Ratskollegen. Die Entscheidung über die Ortstafeln in Vögelas Richtung Pruihausen, Bernrichter Hütte Richtung Bernricht sowie für einen Schotterweg in Steinling wurde daher erst einmal zurückgestellt.

Ganz ohne Aufschub stimmte der Gemeinderat dagegen dem Abschluss des neuen Schulbusbeförderungsvertrages für die Sebastian-Kneipp-Schule zu und auch beim Thema "AOVE-Klimaschutzmananger" handelte es sich lediglich um eine formelle Ergänzung zu der bereits in der letzten Sitzung beschlossenen Anschlussförderung.

Dem Wirtschaftsweg in Niederärndt, dessen Planung als einzelbetriebliche Maßnahme vom Amt für Ländliche Entwicklung gefördert wird, legten die Räte keine Steine in den Weg. Als einzige Bedingung für die Zustimmung bittet man sich jedoch aus, dass der Antragsteller Stefan Graf den gemeindlichen Anteil an den entstehenden Kosten übernimmt. Ob sich Gerhard Grafs geplantes Einfamilienwohnhaus in Boden noch im Bereich der Ortsabrundung bewegt oder doch schon im Außenbereich liegt, ist bislang nicht abschließend zu klären. Die Bauvoranfrage geht nun ans Landratsamt weiter, um herauszufinden, unter welchen Voraussetzungen die Behörde dem Vorhaben zustimmen würde.

Darüber hinaus informierte Strehl das Gremium über die Möglichkeiten der Freischaltung oder Verlegung der Hochspannungsleitung über der Kläranlage Edelsfeld. Ebenso erläuterte er seinen Versuch, die Sanierung des Rohrdurchlasses in Neumühle mangels anderer Optionen über das Gewässerentwicklungskonzept bezuschussen zu lassen.

Auf die Planungen in Sachen DSL-Ausbau angesprochen, berichtete der Bürgermeister von der erfolgten Markterkundung, die jedoch keinen Anlass zur Euphorie bietet. Näheres soll gesondert vorgestellt werden. Die bemängelten Zustände einiger unbebauter Grundstücke im Edelsfelder Ortsbereich sowie im Stelen- und Leichenhausbereich auf dem Friedhof wurden notiert.

Erinnerung an Räumpflicht

In diesem Zusammenhang erinnerte Strehl an die allgemeine Kehrpflicht, für die im Übrigen kein Verursacherprinzip gelte, und an die Schneeräumpflicht entlang von Grundstücken ohne Gehweg. Der rege Gebrauch der Hundetoiletten fand lobende Erwähnung aus den Reihen der Räte, nur der Standort in Weißenberg wurde moniert.
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