Stille Helden der Gesellschaft

Lokales
Edelsfeld
04.05.2015
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Für Kunigunda und Alfred Weidner wäre die Fahrt nach Regensburg oder gar München arg beschwerlich. Regierungspräsident Axel Bartelt kam deshalb zu ihnen. Und das nicht mit leeren Händen.

"Für Menschen wie Sie sind solche Orden gemacht worden", erklärte der Regierungspräsident, als er den Eheleuten aus Steinling das Bundesverdienstkreuz am Bande überreichte.

Die Zeremonie im Edelsfelder Rathaus verfolgten der stellvertretende Landrat Franz Birkl, Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl sowie eine große Zahl an Gemeinderäten. Übrigens heißt sie im amtlichen Deutsch "Aushändigung" und nicht "Verleihung". Vergeben wird das "Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland" durch Bundespräsident Joachim Gauck. Schon am 2. März setzte er seine Unterschrift unter die Urkunde. Dem Regierungspräsidenten oblag es jetzt, die Ordensschatullen und Urkunden an die Ausgezeichneten zu bringen.

Verdient haben sich Kunigunda und Alfred Weidner die große Ehre durch ihre mittlerweile 46 Jahre andauernde, aufopfernde Pflege ihres Sohnes Manfred. Seit der Geburt ist er schwerstbehindert.

"Ohne Eigennutz, ohne Gewinnstreben, das sind die wahren, stillen Helden der Gesellschaft. Für Menschen wie Sie sind solche Orden gemacht worden", führte Regierungspräsident Bartelt aus. Dass solche Anerkennungen für soziales Engagement ihm wie auch dem vorprüfenden Bayerischen Ministerpräsidenten und dem verleihenden Bundespräsidenten eine besondere Freude sind, verhehlte er nicht.

Das Ehepaar Weidner nahm die Ehrung mit erkennbarer Rührung entgegen: "Was Eltern leisten, weiß keiner außer der Familie", befand Kunigunda Weidner. Ab jetzt zeugen das große rote Kreuz mit dem Bundesadler auf goldenem Grund in der Mitte und die dezente Anstecknadel von der enormen Leistung und dem verdienten Respekt der Gesellschaft.
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