Von Streitkultur bis Hundeklo

Der Termin mit vielen jungen Gesichtern im Edelsfelder Rathaus machte Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl (rechts) und seinen Gästen gleichermaßen Spaß. Bild: aks
Lokales
Edelsfeld
02.03.2015
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Von außen kennen die Edelsfelder Viertklässler das benachbarte Rathaus nur zu gut. Wer aber innen im ersten und zweiten Stock welcher Arbeit nachgeht, erfuhren sie nun beim Rundgang mit dem Hausherrn, Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl.

Nachdem alle Büros in Augenschein genommen und die darin beheimateten Ämter aufgezählt und erklärt waren, ging es hinauf ins Zentrum der gemeindlichen Demokratie - den Sitzungssaal, dessen Größe allein wieder einmal für respektvolles Staunen sorgte. Bürgermeister Strehl überbrückte die erste Scheu mit seinem Lieblingsthema bei allen Schulbesuchen und brach auch diesmal eine Lanze für den eigentlichen Wert des Trinkwassers, den der Betrag auf der Abrechnung keineswegs adäquat wiedergebe.

Klassenlehrerin Ilona Regler hakte ein und erinnerte daran, dass man dieses kostbare Nass nicht nur im Haushalt nutzen, sondern auch trinken könne. Viele ihrer Schützlinge machen das tatsächlich, wie eine Blitzumfrage im gemeindlichen Rund ergab.

Bürgermeister interviewt

Dermaßen aufgewärmt starteten die Schüler ihren Part und interviewten das Gemeindeoberhaupt in geordnet nummerierter Reihenfolge zu vielerlei interessanten Themen.

Statistisches wie die Zahl der Gemeinderäte, der Angestellten oder der vom Bürgermeister vollzogenen Eheschließungen stand dabei ebenso hoch im Kurs wie Fragen nach den schwierigsten Entscheidungen, der Lieblingsaufgabe oder der Streitkultur im Gemeinderat.

Im Mittelpunkt des Gästeinteresses stand aber auffallend viel Aktuelles und so erkundigten sich die Schüler unter anderem nach den neuesten Vorhaben der Gemeinde, der Akzeptanz der neuen Hundeklos, den Planungen hinsichtlich einer Über- oder Unterführung an der Bundesstraße 85 in Höhe der Ortseinfahrt sowie nach den Zukunftsperspektiven ihrer Grundschule.

Auf die Frage, ob sich unter den zu erwarteten Asylanten auch Kinder befinden werden, konnte Strehl noch nicht mit konkreten Auskünften dienen. Hinsichtlich des ersehnten Kneipp-Fußbeckens in der Schulturnhalle gab es allerdings eine erfreuliche Auskunft: Nachdem die Dusche schon als geeigneter Ort lokalisiert sei, fehle es nur noch an konkreten Gestaltungsvorschlägen seitens der Sebastian-Kneipp-Schule und des örtlichen Kneipp-Vereins, informierte der Bürgermeister.

In Erinnerung behalten

Der Dank der Schüler für die vielen Informationen und Antworten fiel formvollendet aus, der Dank der Gemeinde für den Besuch mit Brezen und Getränken war ebenfalls hoch willkommen. Abschließend wünschten sich Bürgermeister und Lehrerin, die Kinder mögen auch nach dem Wechsel an die weiterführenden Schulen die Kindergarten- und Grundschulzeit in Edelsfeld in guter Erinnerung behalten. Die Stippvisite hat dazu sicher beigetragen.
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