Wie bei Frank Sinatra

Freunde des Bigband-Sounds kamen bei den Musikern aus verschiedenen Oberpfälzer Ensembles voll auf ihre Kosten. Dirigent Johannes Neuner spielte auch das Baritonsaxophon. Bild: wsb
Lokales
Edelsfeld
24.10.2014
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Gute Nachrichten für Musikfreunde in Edelsfeld: Der Ort ist um eine "Konzertbühne" reicher.

Die Bigband des Nordbayerischen Musikbundes im Bezirk Oberpfalz machte die Probe aufs Exempel. Und der Saal des neu errichteten Pfarrheims erwarb auf Anhieb das Prädikat "musiktauglich".

Für eine Bigband reichte das Podium nicht ganz aus, und einige Musiker postierten sich deshalb daneben. Schlagzeug und Posaunen brauchen eben eine gewisse Bewegungsfreiheit. Befürchtungen mancher Zuhörer, von der Kraft der Töne erdrückt zu werden, lösten sich aber schnell in Wohlgefallen auf. Die Melodien klangen gerade so, als wären sie für die Akustik dieses Raums geschaffen. Ein klarer Hörgenuss, der auch noch einen kleinen Plausch mit dem Nachbarn zuließ.

Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung tischten Weißwürste, Wiener und deftige Kürbissuppe auf; dazu gab's ein reichhaltiges Kuchenbuffet sowie Kaffee und diverse Getränke. Die bereitgestellten Tische reichten bei weitem nicht. Jede freie Ecke musste "bestuhlt" werden.

Die Stücke erzählten vom "Woodchopper's Ball" oder vom "Son of a preacherman", den Wanda Gardner interpretierte. Ihr Vater Crispin verbreitete die Atmosphäre eines Frank-Sinatra-Konzerts bei "The Lady is a tramp" oder "My Way". Spontane Improvisationen in rockigen Arrangements boten Marcus Breitfelder aus Maxhütte-Haidhof an der Posaune und Berthold Götz aus Kneiting an der Trompete mit "Watermelon Man" von Herbie Hancock oder "Nice'n Easy Blues" von Bob Mintzer.

Kleine Anekdoten um die Titel und eine Vorstellung der Musiker steuerte der Dirigent Johannes Neuner von der Berufsfachschule für Musik in Sulzbach-Rosenberg bei. Er selbst spielte das Baritonsaxophon.
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