Sommer zu heiß für junge Bäume und Sträucher
Ökokonto im Minus

Lange Trockenheit und die große Konkurrenz durch Blau- und Preiselbeergestrüpp machten die Nachpflanzung im Gemeindewald am Hahnenkamm zum Flop. Bild: aks
Politik
Edelsfeld
07.10.2016
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Der staubtrockene Sommer 2015 hat den Jahresbetriebsplan für die Edelsfelder Gemeindewälder deutlich getrübt. Bei seinem Antrittsbesuch im Gemeinderat hatte der neue Revierleiter Johannes Hauke daher weniger frohe Kunde im Gepäck.

So berichtete der seit Februar in Amt und Würden stehende Forstoberinspektor von einem "Totalausfall" auf der nördlichen Ökokonto-Ausgleichsfläche in Steinling. Von den 2675 Eichen, 675 Hainbuchen und rund 100 Sträuchern habe nahezu nichts den vergangenen Rekordsommer überlebt. Einen Wechsel hin zu Durstkünstlern unter den Bäumen riet Hauke dringend an. Sorgenfalten treibt ihm zudem der Hahnenkamm auf die Stirn, wo sich die jungen Buchen im Kampf um das lebensnotwendige Nass nicht gegen Blau-, Preiselbeeren und Co. behaupten konnten. Auch hier sieht sich der Gemeinderat mit einer notwendigen Neuaufforstung konfrontiert - nachdem man den Beeren mit dem Mulcher den Garaus gemacht hat.

Ansonsten befinden sich die meisten Gemeindewaldflächen auch in den kritischen Förster-Augen in akzeptablem Zustand. Mit dem auf ein Minimum begrenzten Holzeinschlag zeigten sich die Räte einverstanden. Bevor sie darüber entscheiden, das Ökokonto mit neuen Flächen in Weißenberg und Niederärndt anzureichern, will die Gemeinde zunächst die Kosten-Nutzen-Relation prüfen.
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