„Die Steinlinger Jagd war das, was ich wollte", sagt Alfons Siegert im Blick zurück auf 45 Jahre
„Als Jagdpächter ein Glücksfall“

Der Pächterwechsel bei der Steinlinger Jagdgenossen ist vollzogen (von links): Jagdvorsteher Gerhard Meier, Alfons Siegert, Beisitzer Stefan Meidenbauer, Schriftführerin Ingrid Scharf, Gemeinderat Richard Winter (in Vertretung für Bürgermeister Strehl) sowie die neuen Pächter Martin und Hermann Wopperer. Bild: wfe
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Edelsfeld
08.04.2016
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Steinling. "Die Steinlinger Jagd war das, was ich wollte - die Gegend, die Natur, die Menschen", erinnert sich Alfons Siegert. 45 Jahre hat er als Jagdpächter diese Vorzüge genossen, bis er 2015 aufhörte. Bei ihrer Jahreshauptversammlung verabschiedeten ihn jetzt die Jagdgenossen.

"Alfons Siegert als Jagdpächter war ein Glücksfall, und wir alle sind froh, wenn wir ihn noch lange in Steinling sehen", merkte stellvertretend für alle Georg Dehling an. Vorsitzender Gerhard Meier betonte die gute und menschliche Zusammenarbeit.

Während der vergangenen 45 Jahre wandelten sich Technik und Anbau in der Landwirtschaft, blickte Alfons Siegert zurück. Aber auch die Jagd habe sich verändert. "Heute wird viel Schwarzwild geschossen", stellte er fest. Die Glockenweihe in Sinnleithen, Feuerwehrfeste und runde Geburtstage behalte er als wertvolle Erinnerungen, denn Jagd und dörfliches Leben seien nicht zu trennen.

Die Regularien handelten Jagdvorsteher Gerhard Meier und Schriftführerin Ingrid Scharf zügig ab. Kassier Martin Wopperer wurde die Entlastung erteilt. "Der Verbiss ist im Jagdbezirk Steinling nicht schlimmer geworden. Auch das Schwarzwild stellt kein größeres Problem dar", berichtete Meier über "das Jahr 1 nach Siegert". Martin und Hermann Wopperer standen als Nachfolger bereit.

Hermann Wopperer fasste das erste Hegejahr zusammen. Der Abschussplan sei erfüllt worden; das Vegetationsgutachten erfolgt noch im April. Der Verbiss sei tragbar, und das Schwarzwild hielt sich - trotz der hohen Maisansaat - in Grenzen. Es fanden Drückjagden statt, allerdings wurde nichts geschossen. Der Hasenbestand sei gestiegen. Außerdem wurden zehn Füchse geschossen. Sein Mitjäger Johannes Wopperer habe ein Rebhuhn gesichtet. Er appellierte an die Landwirte, vor dem Mähen der Wiesen nach Rehkitzen zu suchen.

Beisitzer Ernst Meidenbauer teilte mit, dass er den Hof an seinen Sohn Stefan übergeben hat und wünschte sich, dass dieser nun auch seine Nachfolge im Jagdvorstand antritt. Dies nahmen die Jagdgenossen einstimmig an.
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