Gemeinderat Edelsfeld entscheidet sich für einen Umbau im Keller der Schule
Neue Räume für Kinderkrippe

Vor Ort erläuterte Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl (Mitte) den Gemeinderäten, Kindergärtnerinnen und Elternvertretern, wie aus dem Schulkeller eine Kinderkrippe werden soll. Bild: aks
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Edelsfeld
14.07.2016
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"Neubau oder Umbau?" hieß die Frage für die kontinuierlich wachsende Kinderkrippe. Der Edelsfelder Gemeinderat entschied sich für Zweiteres. Umgemodelt wird aber nicht im Kindergarten selbst.

Das zugkräftige Argument für das Kellergeschoss des benachbarten Schulhauses war das liebe Geld. Ein Anbau am Kindergarten hätte wohl mit 550 000 bis 600 000 Euro zu Buche geschlagen, die Kellervariante liegt nach ersten vagen Schätzungen bei gut der Hälfte.

Um allen Beteiligten einen Einblick ins geplante Vorhaben zu verschaffen, verließ das Gremium den Sitzungssaal und erkundete zusammen mit Kindergärtnerinnen und Elternvertretern das neue Domizil, das im Idealfall bis zum Frühsommer 2017 fertig sein sollte.

Bäumchen wechsle dich


Das Motto lautet "Bäumchen wechsle dich". Aus dem Nachmittagsbetreuungsraum wird die Krippe; die Küche beherbergt die zukünftig zwei Gruppen der Schüler, die nachmittags dableiben. Der Werkraum wandert in die alte Gemeindekanzlei, die momentan noch von der Feuerwehr Edelsfeld genutzt wird. Auch wenn diese Variante den Anschein der unkomplizierteren Lösung erweckt, ist der Aufwand enorm: Bodenlange Fenster, Fußbodenheizung, Akustikdecken und das Jonglieren zwischen ruhebedürftigen Kleinkindern und munteren Schülern lassen eine Herkulesaufgabe vermuten.

Das hat die Räte jedoch nicht davon abgehalten, den entsprechenden Förderantrag einstimmig abzusegnen. Daran hängten sie den Auftrag an das Architekturbüro an, die schon länger diskutierte Sanierung der Schultoiletten und den Umbau zur Barrierefreiheit gleich mit auszuarbeiten.

Gebühren angehoben


In den Punkt Kindergartengebühren floss der Bau-Aktivismus zwar nicht ein, eine Anpassung war jedoch aus Sicht von Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl, Geschäftsleiter Andreas Kredler und Kindergartenleiterin Sonja Winter aus anderen Gründen geboten. Vor allem Letztere beklagte, die vergleichsweise niedrigen Gebühren begünstigten von außen kommende Diffamierungen der Qualität und pädagogischen Leistungen des Kindergartens. Eine Erhöhung der aktuellen Spanne von 63 Euro bis 93 Euro auf zukünftig 77,50 Euro bis 115 Euro stieß auf wenig Widerstand.

Heftig wurde die Gegenwehr allerdings, als es an die Gebühren für die Kinderkrippe ging. Der intensivere Betreuungsbedarf und der damit verbundene höhere Aufwand leuchteten allen ein, der vorgeschlagene drastische Dreh an der Preisschraube weniger. Der von drei Gemeinderäten nicht akzeptierte Kompromiss sieht einen 15-prozentigen Abschlag von der Maximalforderung vor. Je nach Buchungszeit berappen die Eltern statt bisher 74 bis 119 Euro zukünftig zwischen 124 und 189 Euro.
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