Kirwa in Niederärndt
Podium kracht, Publikum lacht

Anja Bär und Stefan Merkl (rechts) sind das Oberkirwapaar von Niederärndt. Links das Beinahe-Oberkirwapaar Milena Förster mit Julian Pilhofer. Bild: gru
Vermischtes
Edelsfeld
01.08.2016
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Aus zwei mach eins - zwei Blumensträuße am Kirwabaum aber nur ein Oberkirwapaar bei der Niederärndter Kirwa. Dann krachte es auch noch. Was steckte da dahinter?

Niederärndt. Während 20 Kirwapaare den Baum austanzten, gingen zwei Sträuße von Hand zu Hand. Einer davon enthielt einen Zettel mit der Aufschrift "Wie schade - leider nicht". Als der Wecker nach 25 Minuten rasselte, waren Anja Bär und Stefan Merkl das Oberkirwapaar 2016. Beide holten sich das Halstuch, den geschmückten Hut, die Breze und den Bierkrug vom Baum. Das Pech-Los hatten Milena Förster und Julian Pilhofer in ihrem Strauß. Nach der Entscheidung gingen alle Kirwa-Paare in die Podiums-Ecke, um ausgelassen dem Oberkirwapaar zu gratulieren. Dies hielt die Bühne dann doch nicht ganz aus und krachte in der Ecke zusammen, was der Gaudi keinen Abbruch tat.

Sternpolka und Schottische


Zum Austanzen stellten sich die Kirwapaare in Doppelreihen um den Kirwabaum auf dem Niederärndter Berg. Die Sulzbacher Musikanten vom Heimat- und Trachtenverein Stamm spielten zünftig auf. Von der Sternpolka, dem Bayrischen bis zum Schottischen waren es neun Tänze, die von vielen Zuschauern mit großem Beifall honoriert wurden. Dazwischen stimmten die Akteure ihre Kirwalieder an. Viele Gurzer der Moila und Boum waren zu hören.

Der Ehrenwalzer kostete erneut Schweißperlen, und in ausgelassener Stimmung ging es danach ins Zelt zurück. Das Wetter hielt zum Austanzen und bis in die Nacht bestens aus. Zur Mit den Holidays wurde getanzt, geschunkelt und gelacht.

Das Baumaufstellen ging am Samstag ohne Probleme über die Bühne. Ein Riesen-Exemplar bleibt als Wahrzeichen bis zur Allerweltskirwa auf dem Berg stehen. Mir 3 und Du waren im brechend vollen Zelt schwer aktiv.

Beide Gottesdienste am Sonntagmorgen waren gut besucht. Frühschoppen und ein gewohnt üppiger Mittagstisch machten eine kleine Kaffepause notwendig.

Mit dem Einholen der Kirwamoila begann der Höhepunkt des Festes. Im Geleitzug mit Pferdegespann voraus ging es von Edelsfeld zum Festplatz nach Niederärndt.

Den Duft von Steckerlfischen, Bratwürsten oder Steaks in der Nase, oder mit Radi und Wurstsalat auf dem Teller, zog es die Gäste in der Mehrheit zum Feiern ins Freie, die Wetterungläubigen nahmen im Zelt Platz. Alle Mitstreiter der Feuerwehr und der Bevölkerung hatten ihre Vorbereitungen bestens erledigt und führten gemeinsam zum großen Erfolg dieser Kirwa.
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