Lieder und Choräle sind das Markenzeichen der Posaunenchöre
Predigten, die gehört werden

Die Mannschaft des Posaunenchores mit dem Gründer, Pfarrer Edelbert Breu (vorne, Dritter von links) und vielen weiteren Begleitern aus den vergangenen 50 Jahren. Bild: gru
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Edelsfeld
13.09.2016
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Nach dem Frühlingsblasen in Edelsfeld und Konzerten in umliegenden Dörfern gab es nun die Krönung zum 50-jährigen Jubiläum des evangelischen Posaunenchores Edelsfeld/Kürmreuth mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Stephanus.

Viele Festgäste und die Kirchengemeinde machten dem Jubilar die Aufwartung und erlebten einen Gottesdienst mit besonderer musikalischer Gestaltung. Unter dem Orgelspiel von Heidi Wohlfahrt zogen die Bläser mit Pfarrerin Knauer feierlich in die Kirche ein. "Der Posaunenchor wird uns heute zeigen, was er drauf hat", versprach Knauer bei der Begrüßung. "Es gilt, mit Begeisterung in Harmonie zu kommen."

Getreu dem Motto "50 Jahre ein Halleluja, Gott loben, das ist unser Amt" begannen die Posaunisten ihr Eröffnungsstück "Gloria". Nach dem Loblied "Nun jauchzt dem Herrn alle Welt" waren die Lesungen ganz dem Festtag gewidmet. Aus der Bibel wurden die Stellen "die Eroberung Jerichos mit Posaunen" und "die Wiederkunft Christi mit Posaunen" ausgewählt.

Pfarrerin Knauer wählte den Psalm 150 für das große Halleluja zum Predigttext. Sie stellte die Frage: "Wie beginnt etwas, dass es gleich spannend wird, aber auch endet? Es stellt einen Rahmen mit einem Versprechen dar. Und dies ist zutreffend für den heutigen gelungenen Festgottesdienst."

Orchester der Welt


Musiker ließen sich inspirieren durch die Psalmen. Viele seien heute hier mit ihren Instrumenten. Das Ziel sei, alles, was Odem habe, solle mitmachen können. Dieser Psalm sei Vision und Hoffnung zugleich, der Posaunenchor ein Teil eines großen Orchesters, dem der ganzen Welt, so Knauer.

Ein besinnliches Stück von J.S. Bach von den festlich gekleideten Musikern wirkte nach. "Allemanda" von Antonio Vivaldi wurde als Extrade gespielt. Liedverse von "Großer Gott, wir loben dich" lockerten die Gruß- und Dankesworte der Ehrengäste auf.

Klarer Ausdruck der Musik


Bei der stellvertretenden Landrätin Brigitte Bachmann wurde schon mit dem Vorbericht in der SRZ die Vorfreude auf die Bläser geweckt, sagte sie. Der klare Ausdruck der Musik und der Einsätze habe nicht nur sie beeindruckt. "Was wären unsere Gottesdienst ohne Musik?", regte sie zum Nachdenken an.

Bürgermeister Hans-Jürgen Strehl freute sich über immer wieder junge Nachwuchsbläser. "Die Anzahl vor 50 Jahren hat sich verdreifacht", was ihn für die Darbietungen in der Gemeinde immer wieder erfreue.

Stellvertretender Dekan Andreas Utzat erinnerte an Johannes Kuhlo: "Choräle, gespielt von einem Posaunenchor, sind die einzigen Predigten, die gehört werden". Glaubensstarke Lieder und Choräle seien ein wichtiger Bestandteil und das Markenzeichen für die Posaunenchöre.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elfriede Winter vertrat die Ökumene, da der Posaunenchor auch bei katholischen Festen sein Bestes gibt. Sie erinnerte daran, dass "uns Menschen Gaben anvertraut sind - dem Posaunenchor die Musik. Es muss Zeit und Kraft investiert werden, um Gott zu loben."

Einsamkeit vertrieben


Die Kirchenvorstände Karin Hiltel aus Kürmreuth und Rudi Gruber zeigten den Festgästen einen kurzen lustigen Rückblick über die 50 Jahre Posaunenchor Edelsfeld/Kürmreuth. Es war kein Märchen, sonder eine Zeit mit vielen Probestunden und Einsätzen mit den ersten handgeschriebenen Noten, den verschiedenen Musikinstrumenten, bis zu Bläser-Gastspielen auch außerhalb der eigenen Gemeinde. Der Satz "Mit Musik vertreibt man die Einsamkeit" sei heute noch so zutreffend wie beim Jubiläum vor 20 Jahren, als er geprägt wurde.

Die vielen Glückwünsche, Dankesworte und Geschenke rundete Raiffeisenbank-Vorstand Erich Übler ab: "Die Qualität der Posaunen, die wir heute erleben, ist fernab des Üblichen." Mit "Erinnerungen" von Mozart und der Zugabe "Über den Wolken" verabschiedete sich der Posaunenchor Edelsfeld/Kürmreuth von seinen Gästen.

EhrungenBeim Festgottesdienst zum 50-jährigen Bestehen des Posaunenchors überbrachte Kurt Lehnerer den Dank des Dekanats und des Bezirks. "Die Freude an der Musik konnte heute in diesem Festgottesdienst erlebt werden. Jeder Bläser sagt Ja zum Auftrag, Gott zu loben. Anerkennung, Dank und der Wunsch, immer weiter diese Gemeinschaft des Chores zusammenzuhalten" war sein Anliegen, allen voran an Günter Pilhofer als Leiter.

Urkunden zu den jeweiligen Jubiläen mit der Bläsernadel überreichte Lehnerer gemeinsam mit Pfarrerin Ulla Knauer an: Günter Pilhofer, Georg Dehling für 50 Jahre Mitgliedschaft, Ludwig Wolf, Hans Kraus, Robert Kraus, Klaus Rabenstein, Udo Zagel für 40 Jahre, Stefan Haas, Udo Haas, Sabine Wopperer, Hans Wolf, Werner Pilhofer für 25 Jahre, Martin Dehling, Jonas Engelhard, Jonathan Hiltl, Jakob Stengl für 10 Jahre. (gru)
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