Spannung nach zehn Minuten weg, aber Weißenberger Kirwapaare tanzen weiter
Erlösungsschuss geht früh los

Als Oberkirwapaar 2016 gehen Lena Windisch und Florian Pickel in die Weißenberger Dorfgeschichte ein.
Vermischtes
Edelsfeld
22.06.2016
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Weißenberg. Wer von Edelsfeld nach Weißenberg fährt, sieht ein besonders prächtiges Exemplar eines Kirwabaums. Mehr als 30 Meter hoch, mit Kränzen und dem Weißenbeger Wappen geschmückt, bleibt er bis zur Allerweltskirwa am Ortseingang stehen. Er erinnert an ein schönes und gut organisiertes Fest, meint die sichtlich zufriedene Kirwachefin Tina Windisch.

"Viele Hände bereiten ein rasches Ende", hieß es beim Herrichten des Kirwaplatzes. Am Samstagabend waren die Mühen des Baumeinholens und des Aufstellens vergessen, als die Red-bag'd Farmer 5 bis tief in die Nacht aufspielten. An Schlaf war für einige Kirwapaare nicht zu denken. Sie erfüllten die wichtige Aufgabe, den Baum zu bewachen.

Wenn auch einige von ihnen aus "kleinen Augen" in die Welt schauten, zogen die Moila und Boum am Sonntagmorgen auf den Berg zum Gottesdienst in die St.-Veit-Kirche. Nachmittags rollten die Paare dann mit dem Bulldog und Musik durch den Ort zum Festplatz. Viele Besucher umringten inzwischen den Tanzboden und feuerten die Akteure bei ihren Tänzen und Liedern an. Musikalische Begleiter waren die Kirchenreinbacher Spitzboum.

Es kam allerdings etwas anders als geplant, denn das Oberkirwapaar stand bereits nach zehn Minuten fest. Eigentlich sollte der "Erlösungsschuss" erst nach gut 25 Minuten fallen, doch er ging schon deutlich früher los. Das Oberkirwapaar Lena Windisch und Florian Pickel sowie ihre Kollegen zeigten trotzdem alle einstudierten Tänze und sangen "Wenn i af Weißenberg göih". Dann wurden die Insignien vom Baum gepflückt: Ein Bierseidel und das Dirndltuch mit einer Handtasche. Die "Staaleit'n", eine Musikgruppe aus der Gemeinde, heizten bis in die Nacht die Stimmung im und um das Festzelt an.

Um die Kirwakasse aufzubessern, verkauften die Moila am Montag von morgens bis zum späten Nachmittag in der oberen und unteren Gmoi Köichla. Das gemütliche Beisammensein im Freien oder im Festzelt bei gutem Essen und einer Maß Bier verschönerte der Hoamat-Sound-Express. Schöne Preise gab es bei der abschließenden Verlosung zu gewinnen. Den Kirwabaum nennt jetzt Willi Rösel sein Eigen.
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