Vortrag beim Kneipp-Verein über Vorsorgevollmacht
Der vorletzte Wille

Der Vorsitzende des Kneippvereins, Siegfried Meidenbauer (rechts), mit den Referenten Dr. Artur Schlosser und Notarin Dr. Katja Rödiger. Bild: gru
Vermischtes
Edelsfeld
07.03.2016
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Es war diesmal kein Vortrag über richtige Bewegung oder gesundes Essen beim Kneipp-Verein Edelsfeld, sondern es ging darum, "wie kann die Vorsorge selbst bestimmt werden". Notarin Dr. Katja Rödiger und Arzt Dr. Artur Schlosser informierten über Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung.

"Do you speak Umgangssprache?", das war die erste Frage der Notarin zur Vorsorgevollmacht. "Der vorletzte Wille im Leben eines Menschen ist im Juristendeutsch nicht leicht zu verstehen", gab Rödiger zu. Da keine automatische gesetzliche Vertretungsbefugnis der Angehörigen eintrete, gehe es um vertraute Personen.

"Der einzige Weg ist eine Vorsorgevollmacht", so Rödiger. Vermögens- und persönliche Angelegenheiten werden mit einer Generalvollmacht festgelegt, sind aber jederzeit zu verändern. Dies ist eine Berechtigung für einen Bevollmächtigten, jedoch keine Verpflichtung zu handeln. Hierzu gab es praktische und inhaltliche Anregungen einschließlich Aufklärung über die Kosten.

"Die kleine Schwester der Vorsorgevollmacht ist eine Betreuungsverfügung. Dabei wird der benannte Betreuer schriftlich vom Gericht kontrolliert", fügte die Expertin hinzu.

"Sich frühzeitig darum zu kümmern", war das Anliegen von Dr. Artur Schlosser bei der Patientenverfügung. Großes Thema war deren Inkrafttreten. "Angehörige treffen keine Entscheidung eines Patienten, sondern die Entscheidung, was der Angehörige für den notwendigen Fall bestimmt hat, was geschehen soll."
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