Ein Stück Heimatgeschichte
Die Hausnamen nicht vergessen

Über die Form der Schilder für die Hausnamen muss nach den Worten von Bürgermeister Markus Dollacker noch entschieden werden. Er ließ sich von Verwaltungsangestellter Martina Rothut schon einmal im Landkreis bereits verwendete Varianten zeigen. Bild: sön
Kultur
Ensdorf
19.11.2016
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"Wer sich mit Heimatgeschichte und im Besonderen mit Dorfgeschichte beschäftigt, muss sich zwangsläufig auch mit der Hausgeschichte befassen": Konrad und Isabel Lautenschlager betonen das nicht nur - sie haben es auch in die Tat umgesetzt.

(sön) "Die Hausnamen sind bei der Forschung über die ehemaligen Besitzer oft die einzigen Weiser, die etwas über die Tätigkeit bzw. Berufe der ehemaligen Hausbewohner aussagen": Dies schreiben Konrad und Isabel Lautenschlager in ihrem Beitrag zur Haus- und Ortsgeschichte von Ensdorf.

Die beiden haben darin auch viele Hausnamen nach dem Urkataster von 1835 mit heutiger Adresse, damaligem und heutigem Besitzer erfasst. Mit Verweis auf "diese hervorragend geleistete Vorarbeit" betonte bei einem Pressegespräch Bürgermeister Markus Dollacker, "dass auch unsere Gemeinde dieses Projekt der alten Hausnamen, wie bereits in Nachbarkommunen praktiziert, aufnehmen wird".

Alte Hausnamen sollten nicht verloren gehen, betonte Dollacker. Er nannte als Beispiel den "Mulzer". Alteingesessene wissen, dass damit das Anwesen Hauptstraße 24 von Dr, Konrad Lautenschlager gemeint ist. Deshalb werden laut Dollacker nun in einem Rundbrief Mitbürger, betroffene Hausbesitzer in Ensdorf, aber auch in Wolfsbach, Seulohe und Thanheim, angeschrieben. Auch sei angedacht, Schilder mit den alten Hausnamen, deren Form und Gestaltung noch nicht festgelegt ist, herstellen zu lassen.

Es wäre möglich, zitierte der Bürgermeister das Resümee von Kreisheimatpfleger Dieter Dörner nach einem Treffen mit seinen Kollegen, das Projekt Haustafeln "bei genügender Beteiligung mit Leader-Fördermitteln zu 60 Prozent zu finanzieren". Dabei müsse man allerdings in Vorleistung gehen. Die 40 Prozent Eigenleistung müssten Gemeinde und Hausbesitzer aufbringen.

Deswegen sei es notwendig, dass sich möglichst viele betroffene Hausbesitzer nach Erhalt des Rundschreibens bereiterklären, mitzuwirken, machte der Bürgermeister deutlich. Ihre Ansprechpartnerin bei der Gemeinde ist die Verwaltungsangestellte Martina Rothut.
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