Ensdorfer Pfadfinder spielen Theater
Wie im Komödienstadel

Kultur
Ensdorf
24.03.2016
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Alle Register ihres Könnens zog die Spielgruppe der Ensdorfer Pfadfinder unter der Regie von Herbert Scharl bei der Premiere ihres neuen Stücks: Das Lustspiel "Herz ist Trumpf" von Sepp Faltermeier führte das Publikum direkt in den Komödienstadel. Und ein Seidel Bier gab's auch dazu.

Spielleiter Scharl führte kurz in den Schwank ein: "Der Jungbäuerin Vroni läuft die Zeit davon. Sie wird den Hof ihres Onkels erben, allerdings hat der eine Klausel in das Testament eingefügt: Vroni hat nämlich nur noch sechs Wochen Zeit, um zu heiraten, ansonsten fällt der Hof dem Sepperl, Sohn des Großbauern Boschinger, zu".

Als der Vorhang aufging, fanden sich die Zuschauer in der guten Stube von Jungbäuerin Vroni (Annika Braun) wieder, die über einer Näharbeit saß. Altknecht Anderl (Jürgen Hahn), der von der Holzarbeit hereinpolterte, stellte nach einigem Diskurs ums Holzgeschäft fest: "Auf d' Läng is dös koa Zustand. A Bauer ghört her."

Aber die Vroni wartete auf ihren Fritz. Ein Lump, ein Hollodri, gar ein Vagabund, wie der Anderl sagt. Dann kam auch noch Jungbauer Franzl (Tobias Rester) vom Nachbarhof ins Spiel, der sich bei der Vroni Hoffnung machte - aber eine Abfuhr einstecken musste. Ganz in ihren Liebesromanen ging Magd Gretl (Laura Braun) auf, träumte davon, dass sie wie ein armes Mädchen im Märchen "vom Grafen gheirat und über die Tür seiner Besitzung tragn wird".

Da fehlte nur noch der Schmuser Beni (David Breitkopf), der als Viehhändler ("A schöne Kälberkuh hätt' i braucha könna. I hätt s' guat zahlt.") hereinstampfte. Aber die Vroni hatte nichts für ihn: "Koa Sau, koa Kaibl, goar nix. Ner a paar Katzn". Da der Beni auch als Heiratsvermittler unterwegs ist, meinte er schlagfertig: "Zu jeder Katz ghört a Kater. I kimm viel umeinand, I könnt dir scho oan zuabringa." Bei der Vroni aber biss er auf Granit: "Mir tätn selber gnua zualaufa. Hab grad ztun, dass i s' alle wieder hoamtreib." Mehr Glück hätte er bei der Gretl, die aber auch Ansprüche an einen Hochzeiter stellt - "koa Warzn auf der Nosn derf a hom, des g'fallt ma gar net". Und zu Geld und Besitz gefragt, meinte sie, "je mehra, desto liaber".

Wie das Ganze weiter geht, was noch alles geschieht, wenn auch noch Großbauer Boschinger (Jochen Lehr), der die 10 000 Mark sparen will, die er an Vroni zahlen muss, wenn der Hof an seinen Sohn Sepperl (Christoph Rester) fällt, und auch noch Hausierer Fritz (Herbert Scharl) auftreten, das können die, die's noch nicht wissen, bei den weiteren Vorstellungen im Theatersaal im Haus der Begegnung erleben: Freitag, 1. April, Samstag, 2. April, jeweils um 19 Uhr, und Sonntag, 3. April (Konzertbestuhlung) um 14 Uhr. Einlass ist jeweils eine Stunde vor Beginn.

Erwachsene zahlen sechs Euro Eintritt, Jugendliche bis 16 Jahre vier Euro. Kartenreservierung sind täglich ab 16 Uhr bei Herbert Scharl (0151/40 03 23 45) möglich.
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