Festgottesdienst auf dem Eggenberg
Unterwegs mit einem Ziel vor Augen

Pater Heinz Menz SDB aus Chemnitz betonte in seiner Festpredigt „das Wallfahren gehört seit Jahrhunderten zum christlichen Abendland. Die Wallfahrt zu den 14 Nothelfern ist dabei etwas Besonderes.“
Kultur
Ensdorf
20.09.2016
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"Auf dem Weg sein mit einem Ziel vor den Augen": Das heißt Wallfahren, betonte Pater Heinz Menz in seiner Predigt auf dem Eggenbergfest. Zur Wallfahrtskirche der 14 Nothelfer pilgerten trotz drohender Regenschauer am vergangenen Sonntag wieder viele Gläubige.

(sön) "Die Herzen hoch zu Gott empor und zu der 14 Heil'gen Chor" sangen alle zu Beginn des Festgottesdienstes, den Pater Heinz Menz aus Chemnitz mit Pfarrer Pater Hermann Sturm am Freialtar zelebrierte. Begleitet wurden sie vom Ensdorfer Kirchenchor St. Jakobus unter Leitung von Gerhard Tschaffon und von der Don-Bosco-Blaskapelle unter Georg Bayerl.

Pater Menz sagte, das Wallfahren gehöre seit Jahrhunderten zum christlichen Abendland: "Pilgernde Menschen sind wir ein Leben lang. Aus diesem Bewusstsein lebt, wer um das eigene Werden und Vergehen weiß." Pilgern heiße auch, aufzubrechen, Dinge zurückzulassen und den Blick auf Neues zu richten, unterstrich Menz. Es bedeute aber unter Umständen auch, "da zu sein, wenn ich gebraucht werde, Barmherzigkeit zu tun und zu handeln".

Viele müssen aufbrechen


Mit Blick auf die Flüchtlingsnot sagte der Prediger, es gebe viele Menschen, "die aufbrechen mussten, die nicht wallfahren durften, sondern gehen mussten, weil sie nicht zu Hause bleiben konnten, weil sie sich wegen Krieg oder Verfolgung, aus Glaubensgründen auf den Weg machen mussten". Dafür seien viele Helfer nötig, viele Menschen, die sich aufeinander zu bewegen, die geben und zu aktuellen Nothelfern werden.

All dies sei Wallfahren - sich auf Menschen zu bewegen. Das bedeute auch einen Perspektivwechsel. So seien wir alle in unserem Alltag Pilgernde in der Nachfolge Jesu Christi, fasste Menz zusammen. Unterwegs auf einer Reise hin zur Erfüllung, zur Begegnung mit Gott.

Fürbitten für Verfolgte


Gemeinsam beteten die Gläubigen in den Fürbitten auch "für die Menschen in den Kriegs- und Terrorgebieten der Welt: Für alle, die unermesslich leiden in Syrien, im Irak, im Südsudan, in der Ukraine und in den vergessenen Kriegsgebieten der Welt" sowie "für die Menschen auf der Flucht vor Krieg und Not, für alle, die Geflüchtete aufnehmen, ihnen Begleitung und ein wenig Geborgenheit schenken".

Traditionsgemäß schloss der Gottesdienst mit dem Wallfahrtslied "Freundlich grüßt ins Vilstal nieder". Die Nachmittags-Andacht zu Ehren der 14 Nothelfer begleitete die Ensdorfer Blaskapelle unter Hubert Haller, die auch danach weiter aufspielte. Für die Verpflegung sorgten die DJK und die Ensdorfer Feuerwehr.

Das Wallfahren gehört seit Jahrhunderten zum christlichen Abendland. Die Wallfahrt zu den 14 Nothelfern ist dabei etwas Besonderes.Pater Heinz Menz
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