Alle Geschäftsstellen bleiben

Bankvorstand Michael Doblinger. Bilder: bö (2)
Lokales
Ensdorf
20.06.2015
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Die Vorstände der Raiffeisenbank Unteres Vilstal wissen, dass die Zukunft in ihrer Branche nicht einfacher wird: Weiter zurückgehende Zinsmargen und steigende Kosten wollen sie durch die Bündelung von Kräften auffangen.

Die Raiffeisenbank Unteres Vilstal mit Sitz in Schmidmühlen ist eine von fünf Genossenschaftsbanken im Kreisverband Amberg-Sulzbach. Als regional gesteuertes Geldinstitut im unteren Vilstal habe sie sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter etablieren können und die Erreichbarkeit ihrer Mitarbeiter erhöht. Diese Bilanz zogen die Vorstände Karl Schlagbauer und Dr. Michael Doblinger bei der Vertreterversammlung im Wittelsbacher Saal in Ensdorf. Mit den Zahlen für 2014 waren sie zufrieden. Punkten könne man weiter mit einer hohen Eigenkapitalquote, seit Jahren über dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Genossenschaftsbanken.

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Alfred Hantsch unterstrich, die regionale Ausrichtung "und eine klare Werteorientierung werden das Geschäftsmodell der Genossenschaftsbank in den nächsten Jahren prägen". Niedrigzins, Regulierungszwang und konjunkturelle Unsicherheit drückten künftig mehr denn je auf die Erträge - bei steigenden Kosten. "Zunehmend gesetzlich vorgegebene Regularien stellen uns als Regionalbank vor immer größere Herausforderungen, die in den meisten Fällen nur mit externer Hilfe und großem Zeitaufwand zu bewältigen sind , was in der Regel erhöhte Kosten nach sich zieht", so Schlagbauer.

56 Beschäftigte versorgten vergangenes Jahr etwa 10 000 Kunden mit Finanzdienstleistungen in den Geschäftsstellen Schmidmühlen, Rieden, Ensdorf und Ebermannsdorf. Deutlich ausgeweitet, um knapp sechs auf 125 Millionen Euro, wurde das Kreditgeschäft, trotz einer stark gesunkenen privaten Bautätigkeit. An Wertpapieranlagen hielt die Bank zum Bilanzstichtag knapp 44 Millionen im Portfolio. Mit einer Zuwachsrate von über elf Prozent im Einlagenbereich lag sie gut über den Zuwachsraten der vergangenen Jahre. Ende 2014 "waren unserer Bank 140 Millionen Euro Kundengelder anvertraut", fasste Schlagbauer zusammen. Vereine und gemeinnützige Einrichtungen habe die Bank im abgelaufenen Jahr mit 31 700 Euro unterstützt. 399 000 Euro hat sie an Körperschaftssteuer bezahlt.

Ihre Kundenreichweite liegt laut Dr. Doblinger bei über 90 Prozent. "Es ist und bleibt der Zusammenhalt, mit dem wir auch in Zukunft die großen Herausforderungen meistern können." Die Führung habe sich entschieden, keine Geschäftsstellen zu schließen, sondern den Service weiter zu verbessern; dazu zähle seit 1. Juni die Telefonfiliale mit täglicher Erreichbarkeit bis 18 Uhr. Die Bilanzsumme konnte um über sechs Prozent auf 187 Millionen Euro ausgeweitet werden. Das Gesamt-Kundenbetreuungsvolumen ist zum Jahresende 2014 auf 405 Millionen Euro gestiegen. 4368 Anteilseigner halten 13 217 Geschäftsanteile, die mit einer Dividende von drei Prozent dotiert wurden.

Unter Berücksichtigung der Geschäftsanteile und Rücklagen sowie des Haftsummenzuschlags stehen der Bank nun knapp 22 Millionen Euro Eigenkapital zur Verfügung. Damit "sind wir jetzt schon in der Lage, die strengen Vorgaben von Basel III zu erfüllen, die endgültig erst ab 2019 gelten werden", sagte Doblinger. Als Rückhalt in der Region bezeichnete Bürgermeister Markus Dollacker stellvertretend für seine Amtskollegen Eva Eichenseer, Erwin Geitner, Roland Strehl und Florian Junkes die eng mit der Region verwurzelte Bank.
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