Bockbier-Anstich am Samstag, 21. Februar - Gerstensaft kompensiert das Fasten
Ensdorf pflegt Kloster-Tradition

Lokales
Ensdorf
18.02.2015
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(sön) Vor Jahrhunderten in Klosterbrauereien entwickelt, haben die stark eingebrauten Biere von Aschermittwoch bis zum Beginn der Karwoche in Bayern Hochsaison: Auch im Kloster Ensdorf pflegt man diese Tradition, Bockbieranstich ist hier am Samstag, 21. Februar, um 19 Uhr in den Kreuzgangsälen.

Segen für die Fastenzeit

Von jeher brauten Ordensleute wohlschmeckendes Bier, das ihnen als köstliche Ergänzung zu den kargen Klosterspeisen diente. Vor allem während der strengen Fastenzeit war den Mönchen daran gelegen, die wenige feste Nahrung, die sie zu sich nehmen durften, durch gehaltvolle Getränke aufzuwerten. Es galt die Regel: "Flüssiges bricht Fasten nicht!" Im Kloster Ensdorf gibt es zwar keine eigene Brauerei mehr, und es sind auch keine Mönche, die hier wohnen und arbeiten. Trotzdem bedienen sich die Salesianer einer alten Verbindungen zum Kloster Weltenburg: Schon Cosmas Damian Asam war in beiden Einrichtungen zu Hause und gestaltete die Klosterkirchen. Von einem Zeitgenossen Asams, dem aus Schwandorf stammenden Odilo Schreger, ist überliefert, dass das weniger Essen in der Fastenzeit durch kräftiges Bier kompensiert wurde.

Die Klosterküche kocht

Musikalisch unterhalten D'Stoderer und Er mit handgemachter Wirtshausmusik. Für die Verpflegung sorgt die Klosterküche, dazu gibt es den Asam-Bock aus der Weltenburger Klosterbrauerei. Der Eintritt kostet fünf Euro (Tischreservierungen: 0 96 24/92 00 11 oder kloster-ensdorf@donbosco.de).
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