Dr. Mathias Hensch führt Kollegen aus Norwegen auf Oberpfalz-Exkursion - Tür zum Campanile ...
Stephansturm begeistert Archäologen

Eine Gruppe norwegischer Archäologen besichtigte den Stephansturm in Ensdorf mit Josef Bartmann (vorne, Vierter von links) und Dr. Mathias Hensch (Achter von links). Bild: sön
Lokales
Ensdorf
29.05.2015
6
0
(sön) Er ist einer der ältesten erhaltenen Kirchtürme Bayerns: Der Stephansturm zieht immer wieder Besucher aus nah und fern an.

Fachkundiges Publikum

Diesmal war es besonders fachkundiges Publikum, dem Ortsheimatpflegerin Isabel Lautenschlager und ihr ehemaliger langjähriger Vorgänger Josef Bartmann die Tür zum Turm aufsperrten.

Archäologe Dr. Mathias Hensch, der vor der Sanierung des Bauwerks vor einigen Jahren aufschlussreiche Grabungen im Umfeld gemacht hatte, hatte Kollegen aus Norwegen mitgebracht: 15 Archäologie-Professoren und -Privatdozenten von mehreren norwegischen Universitätsmuseen (unter anderem Oslo, Stavanger, Tromsø und Trondheim). Diese haben sich zur Erforschung der skandinavischen Eisen-, der Wikingerzeit und des frühen Mittelalters zusammengeschlossen.

Dr. Hensch hatte für sie eine Vier-Tage-Exkursion organisiert - zu keltischen, römischen und mittelalterlichen Zielen in Niederbayern/Oberpfalz und in der Stadt Regensburg. Vom regnerischen Wetter ließ sich die Gruppe nicht abhalten. Sie war begeistert vom Turm und Dr. Henschs Ausführungen. Er schilderte dessen besondere Bauweise und die Ergebnisse seiner Grabungen. Diese hätten gezeigt, dass es neben dem Turm, der von Anfang an als frei stehender Campanile konzipiert war, über die Jahrhunderte drei Kirchenbauten gegeben hat.

Historische Bedeutung

Besonders hob Hensch die Rolle Josef Bartmanns hervor, den er als "Retter des Stephansturms" bezeichnete. Bartmann hatte mit örtlichen Unterstützern jahrelang auf die historische Bedeutung des Stephansturms und die Notwendigkeit von Erhalt und Sanierung hingewiesen. Mit Spendenaktionen kam schließlich genug Geld zusammen, um im Bau eine Holztreppe zu errichten: Dies war die Initialzündung für die Untersuchung und schließlich Sanierung.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.