Ein richtiger Minister

Die Ensdorfer Jugendfeuerwehrmädchen mit Innenminister Joachim Herrmann (hinten Mitte), MdL Reinhold Strobl, MdB Barbara Lanzinger (von links), MdB Alois Karl (rechts), Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny und LFV-Vorsitzenden Alfons Weinzierl (hinten von rechts). Bild: sön
Lokales
Ensdorf
29.09.2015
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Das bleibt lange im Gedächtnis eines Kindes hängen. Joachim Herrmann war von den Mädchen der kleinen Ensdorfer Freiwilligen Feuerwehr derart angetan, dass er auf sie zuging, um ausgerechnet ihnen die Hand zu schütteln.

(sön) Jedes Jahr im September wird in Bayern eine Aktionswoche der Feuerwehren begangen, die dazu dient, deren Arbeit in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Nur wenige wissen, dass in Bayern alle zwei Minuten eine Feuerwehr ausrückt, es rund 7700 Freiwillige Feuerwehren mit 320 000 Aktiven, darunter 26 000 Frauen, gibt. Das diesjährige Aktions-Motto lautete "Frauen zur Feuerwehr". Das war ein Grund für die Ensdorfer Jugendfeuerwehr, nach Amberg zu fahren und an der Eröffnung teilzunehmen. Denn in den Reihen der 50 000 Jugendfeuerwehrler sind auch 12 500 Mädchen engagiert. Flagge zeigen ist für die Jugendfeuerwehr Ensdorf eine Selbstverständlichkeit. Sie sind gewohnt, ihre Freizeit für die Ausbildung zur Hilfeleistung in Notfällen für die Allgemeinheit zu opfern.

Repärsentativer Auftritt

Die Mädchen der Jugendfeuerwehr zogen mit ihrer Fahne, an der die vielen Fahnenbänder jährlicher Auslandsfahrten nach Österreich oder Italien hingen, zum Marktplatz in Amberg und erwarteten dort Innenminister Joachim Herrmann, der diese Aktionswoche eröffnen sollte. Amberg war diesmal die Stadt der Eröffnungsfeier, da deren Freiwillige Feuerwehr heuer ihr 150-jähriges Bestehen und dieses Ereignis unter anderem an diesem Tag mit einer Aktionsmeile durch die Fußgängerzone öffentlich würdigte.

Als der Staatsminister, begleitet von Blasmusik und den Honoratioren, den Marktplatz betrat, ließ er es sich nicht nehmen, die Mädchen aus Ensdorf persönlich per Handschlag zu begrüßen und um ein gemeinsames Foto zu bitten. Mit "stolz geschwellter" Brust besichtigte der weibliche und männliche Feuerwehr-Nachwuchs aus Ambergs Nachbargemeinde noch die Aktionsmeile, die sie sehr beeindruckte.

Anschließend fuhren sie, mit dem Versprechen "sich so schnell nicht die Hände zu waschen", wieder zurück ins Gerätehaus nach Ensdorf. Diese Begegnung machte auf die Jugendfeuerwehrlerinnen großen Eindruck, da sie nie damit gerechnet hatten, dem bayerischen Innenminister persönlich so nahe zu kommen.
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