Eine Stunde der Besinnung

Die "Stubenmusik" (von links): Imgard Diermeier (Zither), Inge Rogenhofer (Gitarre) und Bruder Georg Beyerl (Hackbrett).
Lokales
Ensdorf
19.12.2014
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Viele lassen sich blenden von den blitzenden Sternen geschäftstüchtiger Vorweihnachtszeit: "Konzentrieren wir uns auf den Stern, der für uns Menschen aufgegangen ist", appellierte der ehemalige Kreisheimatpfleger Hermann Frieser - denn er weise "den Weg zur Menschlichkeit, zur Liebe untereinander."

(sön) Tradition hat die adventliche Stund im Theatersaal des Klosters: Zum 22. Mal fand sie heuer statt. Mit zum Nachdenken anregenden Texten verband Hermann Frieser die musikalischen Blöcke. In Ruhe und Besinnung solle die Stunde durch Text und Musik zum Wesentlichen der Adventszeit hinführen, "ein bisschen abschalten von der Hektik des Alltags", sagte Bruder Georg Bayerl. Er lud die Zuhörer ein, mitzuwirken und mitzusingen.

Mit der adventlichen Bläserweise und Hirtenmusik führte die Don-Bosco-Blaskapelle unter Bayerls Leitung in den besinnlichen Abend ein. Beim "Tauet, Himmel, den Gerechten" waren die Zuhörer zum Mitsingen aufgefordert. Eindrucksvoll erklang das "Menuett 115", dargeboten von der "Stubenmusik" - Irmgard Diermeier, Zither, Inge Rogenhofer an der Gitarre und Bruder Georg Bayerl am Hackbrett. Freude und Erwartung, Hoffnung und Kraft hätten die Menschen früher aus Brauchtum, Advents- und Weihnachtsliedern, aus dem Glauben gezogen, blickte Frieser zurück. Kritisch sah er, dass sich heute viele blenden ließen vom Glanz des vorweihnachtlichen Kommerzes.

"Jeder ist wichtig, weil Gott selbst Mensch geworden ist", betonte Hermann Frieser: "Wie chaotisch und sprachlos wäre unsere Welt, wenn sich nicht Gott entschieden hätte, zu uns zu kommen um uns zu trösten zu ermutigen, zu vergeben, um uns nahe zu sein und uns mit ihm wieder zu versöhnen?".

Spenden für Renovierung

Frieser regte mit der Betrachtung des Labyrinths der Kathedrale von Chartres zum Nachdenken über die Wunder der heiligen Nacht an. Klarinetten und Flöten spielten anschließend ein Mozart-Menuett, "Nachtens spat" sang der Dreigesang. Das Stück "Glentleiten" brachte die Stubenmusik zu Gehör. "Wo ist das Christkind?" war die von Frieser verlesene anrührende Geschichte um die Kinder Thomas und Magdalena überschrieben, die mit Magdalenas Erkenntnis endete: "Dort, wo sich die Menschen freuen, weil jemand gut zu ihnen war, dort ist das Christkind zu Hause." Nach dem Stück "Tochter Zion" waren alle noch einmal gemeinsamen zum Singen von "Macht hoch die Tür" aufgefordert.

Mit dem "Pastorale" der Blaskapelle endete ein besinnlicher Adventsabend, dessen Spendenerlös der Renovierung der Pfarrkirche St. Jakobus zufließen wird.
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