Erfahrungsfeld der Sinne begeistert nicht nur Senioren - Übungen an verschiedenen Stationen
Beherzter Griff in die dunkle Box

Auch Nadine (Links) und Nicole waren mit ihrer Oma gekommen. Sie gingen gemeinsam der Frage nach: Was sehen unsere Hände? Bild: sön
Lokales
Ensdorf
14.10.2015
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(sön) "Schon ab 25 Jahren verändern sich die Sinne des Menschen. Sie lassen nach", so führten Inge Roidl und Petra Schimmelpfennig bei den Senioren-Aktiv-Wochen in einen besonderen Nachmittag ein. Im renovierten Musikhaus des Klosters hatten die beiden zum Erfahrungsfeld der Sinne eingeladen, einer Aktion des Gesundheitsamts Amberg-Sulzbach, für die sich beide ehrenamtlich engagieren. Sehen, Hören, Gleichgewicht, Fühlen, Schmecken und Riechen seien die Sinne der Menschen. Die Funktion selbiger wieder bewusst erfahrbar machen, diese Möglichkeit böte die Aktion. Verschiedenen Stationen luden zu einem Erkundungsgang durch die Welt der Sinne ein. Ein wesentlicher Aspekt in der Arbeit mit Senioren seien Reize zu setzten. "Im Alter verändern sich fast alle Sinne und diese haben die Tendenz zu verkümmern, wenn sie nicht regelmäßig Reize und Informationen erhalten, die das Gehirn verarbeiten darf", erklärten Roidl und Schimmelpfennig.

Optische Täuschungen

Bei Übungen auf den verschiedenen Stationen erfuhren die Senioren, dass ihre Sinne, die sie oft als schlechter geworden wahrnehmen, noch hervorragend funktionieren. Es kostete zwar etwas Überwindung, etwas zu fühlen ohne es zu sehen, aber es klappte. Dass optische Täuschungen die Augen in die Irre führen können demonstrierte Inge Roidl. Sie zeigte mit Bällen auf, "dass Hände und Gehirn eng zusammenarbeiten und -gehören." Sie gab ebenso wie Petra Schimmelpfennig den Seniorinnen Tipps für den Alltag mit auf den Weg, wie etwa mit einfachen Übungen den Gleichgewichtssinn zu trainieren "und auf jeden Fall viel Wasser verteilt über den ganzen Tag zu trinken".
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