Gute Note für Utzenhofer Bach

Im Flurstück Frauengarten vor einem verwachsenen Graben und mit dem Rathaus und dem Kloster mit der Asamkirche St. Jakobus im Hintergrund studierten (von links) Thomas Blank, Planer bei der Stadt Amberg, Naturpark-Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager, Bürgermeister Markus Dollacker, der zugleich Vorsitzender des Naturparks Hirschwald ist, Peter Fröhlich vom Wasserwirtschaftsamt Weiden und Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch die Karte zum Gewässerentwicklungskonzept für den Naturpark Hirschwald. Bild:
Lokales
Ensdorf
16.10.2015
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65 Kilometer Hauptgewässer und 270 Kilometer Nebengewässer der neun Hirschwald-Kommunen und der Gemeinde Ammerthal wurden kartiert: Die Unterlagen machen zwei prall gefüllte Ordner aus.

(sön) Das interkommunale Gewässerentwicklungskonzept für den Naturpark übergab Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch im Ensdorfer Rathaus an Bürgermeister Markus Dollacker, der zugleich Naturpark-Vorsitzender ist, und an Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager.

Lösch informierte die beiden sogleich über das Ergebnis der Analyse: Etwa ein Drittel der Gewässer des Naturparks ist in einem guten Zustand, 65 Prozent jedoch seien das nicht. Die Hauptgewässer seien alle 100 Meter detailliert aufgenommen worden. Thomas Blank, Planer bei der Stadt Amberg, die als Auftraggeber für das Konzept verantwortlich zeichnet, hob eines hervor: "Als wichtig zu erachten ist, dass damit der Gewässerunterhalt nach der Wasserrahmenrichtlinie gewährleistet ist und dadurch der gute Zustand der Gewässer hergestellt werden kann."

Idee stammt aus 2012

Laut Dollacker war die Idee, ein Gewässerentwicklungskonzept zu erstellen, Ende 2012 aufgekommen. Er, aber auch Lautenschlager, sind der Stadt Amberg dankbar, dass sie die Federführung übernommen und die Maßnahme dem Planungsbüro übergeben hat. Dies zeugt laut Dollacker von interkommunaler Zusammenarbeit. Laut Peter Fröhlich (Wasserwirtschaftsamt Weiden) ist das Konzept die Voraussetzung, um Zuschüsse für Unterhaltsmaßnahmen, die er auch interkommunal und am besten landkreisweit sieht, zu bekommen. Ähnliche Konzepte seien in Sulzbach-Rosenberg, Auerbach, Königstein und Hirschbach am Laufen. Die 55 000 teure Maßnahme fördere der Freistaat Bayern mit 75 Prozent. Der restliche Betrag werde auf die beteiligten Kommunen umgelegt, Grundlage sei die Anzahl der Fließgewässer, Gräben und Trockenläufe in ihren Gebieten. Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch hatte im Untersuchungsgebiet deutliche regionale Unterschiede festgestellt: Die wesentlich intensivere landwirtschaftliche Nutzung im Norden und Osten des Naturparks spiegele sich in der Qualität der Fließgewässer wider. So lägen insbesondere an Bruckwiesengraben und Elsenbach erhebliche Defizite beziehungsweise hohe Anteile an sehr stark bis vollständig veränderten Abschnitten vor.

Umgekehrt seien im eher grünlandgenutzten Karst im Westen und Süden des Naturparks höherwertige Fließgewässer vorzufinden. Als überdurchschnittlich hochwertig seien dabei der Utzenhofer Bach sowie der Mühlhäuser Bach mit einem hohen Anteil gering bis mäßig veränderter Abschnitte auszumachen.

Einiges renaturiert

Ebenso hohe Anteile hochwertiger Gewässerabschnitte fänden sich am Ammerbach und Krumbach, welche über weite Strecken renaturiert worden seien.
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