Hervorragendes Zusammenspiel

Von ihrer 18 Meter langen Anhängeleiter aus griff die Ensdorfer Wehr in die Brandbekämpfung ein. Bilder: sön (2)
Lokales
Ensdorf
27.10.2014
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Völlig verqualmte, große Räume im oberen Bereich eines Gebäudes, aus denen zwei vermisste Personen zu bergen waren. Ein schwieriges Szenario, das sich den Aktiven von vier Feuerwehren bei ihrem Einsatz bot, zum Glück nur eine Übung.

(sön) Punkt 18 Uhr am Freitag alarmierte die Einsatzzentrale Amberg durch Sirenen die Feuerwehren Ensdorf, Wolfsbach, Thanheim und Rieden: "Starke Rauchentwicklung in der Getreidetrocknungsanlage des Trettenbachhofs in Seulohe." Bereits nach wenigen Minuten waren die Thanheimer Kräfte vor Ort, die Einsatzleitung übernahm deren Kommandant Bernhard Metschl. Zwei Personen wurden als vermisst in dem Gebäude gemeldet.

Die Wehren aus Rieden, Ensdorf und Wolfsbach rückten an. Die Thanheimer, die mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) gekommen waren, schlossen zur Brandbekämpfung eine Schlauchleitung an den Unterflurhydranten beim Anwesen an. Unterstützt wurden sie bei der Löscharbeit von den Wehren aus Wolfsbach und Rieden.

Leitern notwendig

Die Riedener sorgten auch für die Beleuchtung über den Lichtmast ihres LF 20 sowie durch eine von einem Aggregat betriebene mobile Anlage. Zudem verlegte die Ensdorfer Wehr eine zweite Schlauchleitung von einem Unterflurhydranten beim ehemaligen Wirtshaus. Dabei mussten sie eine Mauer mit Leitern überqueren, um von der 18 Meter langen Ensdorfer Anhängeleiter aus in die Brandbekämpfung eingreifen zu können.

Eine Person verletzt

Atemschutzgeräteträger, die Ensdorfer wurden dabei von Wehrmännern aus Rieden und Wolfsbach unterstützt, waren inzwischen zur Bergung der vermissten Personen in das Gebäude eingedrungen. Leitern mussten sie dabei in die verqualmte Getreidetrocknungsanlage bringen und als Steighilfen benutzen, da sich die vermissten Personen im oberen Bereich des großen Gebäudes befanden. Die Erste Hilfe für die Geretteten, von denen einer verletzt war, übernahmen Riedener.

Das hervorragende Zusammenspiel der Feuerwehren lobte Ensdorfs 2. Bürgermeister Karl Roppert. Er würdigte Siegfried Trettenbach, der die Örtlichkeit für die Übung zur Verfügung gestellte hatte, und wünschte unfallfreie Einsätze. Eine Brotzeit rundete die Einsatzübung ab.
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