Jahresversammlung der Sozialstation in Ensdorf: Finanzen erlauben Investitionen
Caritas spürt Fachkräftemangel

Wir haben einen positiven Jahresabschluss, können deshalb investieren, wo es notwendig ist.
Lokales
Ensdorf
10.11.2014
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(sön) "Wir haben einen positiven Jahresabschluss, können deshalb investieren, wo es notwendig ist": Zu diesem Fazit kam Caritas-Geschäftsführer Günter Koller bei der Jahreshauptversammlung der Caritas-Sozialstation Dekanat Ensdorf.

Aus dem Matthäusevangelium zitierte eingags Vorsitzender Pater Hermann Sturm: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." Barmherzigkeit sei derzeit ein Schlagwort - vor allem durch Papst Franziskus.

Gerade zwei Heilige des Monats - Martin und Elisabeth - hätten "ernst gemacht mit der christlichen Wahrheit, dass Christus uns in jedem Menschen, in jedem Hilfsbedürftigen begegnen will".

Barmherzigkeit, Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe seien Aufgaben der Caritas, machte Pater Sturm deutlich: "Worte spornen an, Beispiele ziehen mit." Caritas-Geschäftsführer Günter Koller zeigte sich in seinem Tätigkeitsbericht erfreut darüber, "dass wir bei der MDK-Prüfung im Juni eine ausgezeichnete 1,3 bekommen haben".

Detailliert zeigte er die Steigerung der Patientenzahlen der Caritas-Sozialstation von 137 im Jahr 2000 auf 217 (2013), dazu eine Personalentwicklung von 23 auf derzeit 37 Beschäftigte. "Fahrzeuge sind nach unseren Mitarbeiterinnen das A & O", betonte Koller, als er die 2013 gefahrenen 24 8281 Kilometer mit den zwölf Fahrzeugen, darunter ein Elektro-Auto, aufzeigte.

"Es ist nicht unser Kerngeschäft, aber es geht darum, die Leute zu versorgen, damit sie weiter in ihrer eigenen Wohnung leben können", betonte Koller, als er die immense Entwicklung bei Essen auf Rädern von 3840 Portionen 2004 auf 10 313 Portionen 2013 nachzeichnete. Weiter verwies er auf viele Ereignisse, von der 25-Jahrfeier der Sozialstation bis zum Dienstantritt des ersten Bundesfreiwilligendienst-Leistenden. "Das begleitet uns ständig, nun aber sind wir auf dem neuesten Stand", merkte er zur großen EDV-Server-Umstellung an. Da sich der Landkreis und die Stadt Amberg aus der Mitfinanzierung zurückgezogen hätten, müssten Investitionskosten auf die Patienten umgelegt werden, bedauerte Koller. Er verwies auf die neuen Gebühren im Sozialgesetzbuch V und XI.

Die Einstellung von Pflegedienstleiterin Christl Knorr sei "ein sehr guten Griff" gewesen. Kollers Dank galt der Raiffeisenbank Unteres Vilstal für das Sponsoring eines Elektro-Autos. Er verwies auf den Start der Demenzgruppe "Sternstunden", die anschließend Anita Dobmeier und Traudl Fischer vorstellten, sowie auf den "spürbaren Fachkräftemangel."

Detailliert war Kollers Finanzbericht für 2013. Der Haushaltsansatz für 2014 wurde ohne Gegenstimmen angenommen. Die Umlage der Mitgliedspfarreien ändert sich 2015 nicht.
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