"Keltische Klangreise" entführt ins magische Irland
Poetisch bezaubernd

Gitarrist Cyrus Saleki und Harfenistin Sigrid Haselmann entführten im Innenhof des Ensdorfer Klosters zu einer keltischen Klangreise, die zusätzlich mit Poesie und Lyrik von der grünen Insel glänzte. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
22.07.2015
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(sön) "Hätt' ich des Himmels bestickte Kleider, durchwirkt mit goldnem und silbernem Licht": Mit solchen Versen des irischen Poeten und Literatur-Nobelpreisträgers William Butler Yeats (1865-1939) führte Sigrid Haselmann auf eine musikalische Reise zur grünen Insel. Im Innenhof des Klosters erwartete die Besucher eine "Keltische Klangreise" mit dem Duo Trianda, den Musikern Sigrid Haselmann (Harfe/Gesang) und Cyrus Saleki (Gitarre).

Die beiden eröffneten mit dem von Haselmann vertonten Yeat'schen "Traumfänger", hatten Tänze, Balladen und Traditionals aus Irland und Schottland im Gepäck. Mit kleineren Anekdoten rund ums Keltentum moderierte die Harfenistin aus Heidelberg charmant und humorvoll den Abend. Sie erläuterte bei "I will give my love an apple" die Intentionen des Dichters, sang bei "My Johnny was a shoemaker" von Liebe und Verzicht, wobei immer ein Stück Traurigkeit mitschwang.

Haselmanns Stimme, sanft und zurückhaltend, aber auch klar wie ein Bergkristall, dazu die zarten, oft filigranen Klänge ihrer Harfe: So rauschte, brandete und schmeichelte es, als bei ihrer Eigenkomposition "The Weaves" die Klänge ihrer Harfe entflossen.

Cyrus Saleki, der an der städtischen Musikschule Neunburg und im Kloster Ensdorf unterrichtet, wo er auch die tontechnische Leitung des Studios hat, untermalte und betonte Gesang und Harfenklänge, machte seine Virtuosität etwa beim "Ramble the Cashel" spürbar. Kurz gesagt: Es war Saitenmusik im Doppelpack mit einer feenhaften Singstimme. So entführte das Duo die Zuhörer in traumhafte Klangwelten, präsentierte viele Stücke aus seiner aktuellen CD "Celtic Treasure".

Darüber hinaus erzählten die traditionellen Stücke von der Magie des Meeres, dem Zauber von Feen und Elfen im Nebel, dem Tanz der Wellen und der meist unglücklichen Liebe zu einem Seemann. Mal instrumental, mal mit poetischen Texten zogen sie die Zuhörer in ihren Bann. Erst nach Zugaben und einem stürmischen Schlussapplaus entließ das Publikum das zauberhafte Duo.
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