Kinder erkunden spannende Welt im Biotop an der Vils
Auf Safari im Tümpel

Im Biotop an der Vils gingen die Kinder mit Keschern auf Tümpel-Safari. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
04.09.2015
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(sön) "Der bis drei Meter tiefe Teich wurde künstlich angelegt und wird vom Grundwasser gespeist. Die Tiere und Pflanzen sind selbst zugewandert, beziehungsweise gewachsen", erläuterte die Leiterin der Umweltstation des Klosters, Ute Meindl-Kett. Zu einer Tümpelsafari im Ferienprogramm waren Kinder zwischen acht und zwölf Jahren zum Biotop an der Vils gekommen.

Mit Keschern, Pinseln, Becherlupen und Bestimmungsbüchern ausgerüstet gingen die kleinen Forscher vom Ufer aus im Wasser auf die Suche nach Kleinlebewesen. Auch auf den Wasserpflanzen seien viele kleine Tierchen zu finden, erläuterte die Leiterin der Umweltstation: "Sie verstecken sich unter den Algen, zappeln am Anfang noch, dann aber stellen sie sich tot". Bald hörte man von den Kindern "wir haben Etliches herausgezogen". Ute Meindl-Kett konnte mit ihnen neben Steinfliegen, Wasserläufern auch Libellenlarven und gar eine Spitzschlammschnecke bestimmen - die natürlich alle wieder ins Wasser zurückgesetzt wurden. Für die ganz kleinen Viecherln hatte sie auf dem neuen Bollerwagen der Umweltstation sogar ein Mikroskop mitgebracht.

Aber auch Pflanzen wurden bestimmt. So etwa der Spitzwegerich, dessen Saft gut gegen Bienen- und Wespenstiche hilft, die Weide, deren Pollen als erste große Nahrungsquelle für Bienen dienen sowie der weißen und den violette Beinwell, "der nach nichts schmeckt, aber gut fürs Herz sein soll". Die Kinder waren begeistert. Sie mussten Ute Meindl-Kett recht geben, die bedauerte, dass für viele Erwachsene und Kinder ein Biotop, die Lebewesen in und um das Wasser sowie die Flora, "oft eine völlig fremde Welt" seien.
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