Kirwagaudi im Schubkarren

Der kleine Julius hatte die hoheitliche Aufgabe, das Absperrband zum Kindergarten durchzuschneiden.
Lokales
Ensdorf
11.05.2015
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Die Zukunft der Ensdorfer Jakobikirchweih dürfte gesichert sein. Die Buben und Mädchen des Kindergartens haben schon mal einen Kirwabaum aufgestellt und nach allen Regeln der Kunst ausgetanzt.

(sön) Kirchweih im Kindergarten St. Jakobus: Dreimal witterungsbedingt verschoben, feierten die Kinder am Freitagnachmittag mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und "einfach allen, die zu uns gekommen sind" ihr Fest. Der Defiliermarsch ertönte und große Papierblumen schwenkend zogen die mehr als 60 Kinder in Dirndln und Lederhosen zum Festplatz mit dem Kirwabaum hinter dem Kindergarten.

Auf die Begrüßung von Kindergartenleiterin Heidi Moser setzten die Buben und Mädchen mit "Grüß Gott, ihr lieben Leut, wir ham uns schon seit Wochen gfreut..." noch eins drauf. Zusammen mit Inge Rogenhofer an der Gitarre sangen sie "Aber griaß de, aber griaß de, i hob de so gern" und tanzten drauf los. Schon etwas fortgeschrittenere Tanzkünste präsentierten die Vorschulkinder. Sie zeigten den Tanz zur Sternpolka mit vielen Figuren rund um den Kirwabaum, wobei die Burschen nicht vergaßen die Röcke der Mädchen zu lupfen - so wie es halt die Großen an der Kirwa immer vormachen.

Gstanzln gedichtet

Wie bei jeder zünftigen Kirchweih gehörte am Freitag natürlich auch das Gstanzlsingen dazu. "Bei uns kinnts heit wos dalem, so wos hots in Ensdorf bis etz an no niat gem" war da zum Beispiel gedichtet worden. Oder: "Unser Kirwabaum, des wiss ma ganz gwiss, dass der so schöi grod im Hirschwald gwachsn is". Nach knapp zehn Versen sangen die Kinder "Etz sing ma nimma, etz hamma gnou gmacht, etz wird gscheit gfeiert bis d Lederhosn kracht". Dann wurde auch noch der Kirwabaum unter den Kindern verlost, James Bucher war der glückliche Gewinner.

Eltern und Großeltern ließen sich anschließend eine Halbe Bier und dazu deftige Bratwürstl vom Grill schmecken. Die Kleinen aber drängte es auf den Spiele-Parcours wo auch Kinderschminken angesagt war. Bald rannten viele Mädchen mit Herzen auf Wangen und Händen umher. Einige Buben hatten sich grausliche blauen Spinnen auf das Gesicht malen lassen.
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