Kloster prägt den ganzen Ort

Ensdorf ohne Ordensleute ist nicht vorstellbar. Dieses historische Foto zeigt Novizen auf einer Wiese unterhalb des Eggenbergs mit Ausblick auf Ensdorf mit Kloster und Pfarrkirche. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
26.03.2015
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2015 ist für die Salesianer weltweit ein besonderes Jahr: Am 16. August jährt sich der Geburtstag des Ordensgründers Johannes Bosco zum 200. Mal. Der Orden feiert das Jubiläum mit einigen besonderen Akzenten - auch in Ensdorf.

(sön) Gemeinsam mit Freunden und Unterstützern möchten die Salesianer dazu beitragen, dass Don Boscos Geist lebendig bleibt. Die Salesianer sind seit 1916 in Deutschland engagiert und seit 1920 mit einer Niederlassung in Ensdorf präsent. In den 95 Jahren hat sich viel getan in diesem Kloster, in dem bis 1967 das deutschsprachige Noviziat untergebracht war.

Großer Wirtschaftsbetrieb

Von Anfang an wurde der Ordensnachwuchs gefördert, viele Handwerker bekamen ihr Rüstzeug für den späteren Beruf. Es gab eine Schneiderei, eine Schuhmacherei, eine Schreinerei, die Schmiede, die Blumen- und Gemüsegärtnerei, eine Bäckerei, eine Druckerei und den Klostergutshof mit Kuhstall, Schweinestall, Scheunen und Maschinenstellplätzen. Das alljährliche Kartoffelklauben ist noch bei vielen in Erinnerung. Schmiedemeister Josef Hierreth und Bäckermeister Georg Artmann leben noch heute im Kloster.

Die Gärtnerei wurde 2002 aufgegeben. Die Druckerei, heute Don Bosco Druck & Design, gibt es nach wie vor. Überregional bekannt wurde das Kloster durch das Unterstufengymnasium mit Internat und die musischen Aktivitäten des Don-Bosco-Chores sowie der Blaskapelle. Als die Zahl der Novizen zurückging, wurde 1959 eine Vorstufe zum Gymnasium eröffnet. Fast 40 Jahre dauerte die erfolgreiche Ära von Gymnasium und Internat. Erst 1987 wurde das Schulgebäude neu gebaut. Allerdings musste die Internatsschule wegen schwindender Schülerzahlen 1996 schließen. Das Bildungshaus des Klosters (früher: Haus der Begegnung), gibt es seit 1984. Diese Einrichtung der außerschulischen Jugendbildung wird von der Diözese Regensburg unterstützt. Die Jugendbildungsarbeit geschieht in Zusammenarbeit mit Schulen, Pfarreien, Verbänden, kirchlichen Jugendstellen und anderen Partnern aus der Jugendarbeit. Das Bildungshaus ist vor allem für Kinder und Jugendliche da, die in der Auseinandersetzung mit ihrem Leben ihre Stärken erkennen und entfalten, Orientierungshilfen für ihre Zukunft suchen oder einfach nur abschalten oder Gemeinschaft erleben wollen. 1996 wurde es um einen umweltpädagogischen Schwerpunkt ergänzt. (Im Blickpunkt)
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