Klosterdirektor passt zu ihm

Seine Aufgabe in Ensdorf gefällt Pater Christian Liebenstein sehr. "Der einzige Wermutstropfen ist die Entfernung zu den Allgäuer Bergen", verrät er. Das Vils- und Lauterachtal entschädigt ihn ein bisschen: Liebenstein genießt es, hier - auch mit weniger Steigungen - an schönen Ecken unterwegs zu sein. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
25.06.2015
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Auf einem Allgäuer Bergbauernhof geboren, hatte er seine erste Begegnung mit den Salesianern im Gymnasium in Buxheim, wo er sein Abitur ablegte. Heute ist Christian Liebenstein selbst Priester - und das schon seit 25 Jahren.

(sön) Mit einem Dankgottesdienst, dem sich eine weltliche Feier anschließt, begeht Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein dieses persönliche Jubiläum morgen um 17 Uhr im Innenhof des Klosters. Am 24. Juni 1990 war der Salesianerpater zum Priester geweiht worden.

"Ein toller Einstieg"

Seinem Noviziat in Jünkerrath folgte einst ein Studium der Sozialpädagogik und Theologie in Benediktbeu-ern. Nach dem Diakonatspraktikum in der Pfarrei St. Wolfgang in München wurde Liebenstein 1990 zum Priester geweiht.

Anschließend wurde er Bildungsreferent und Jugendseelsorger im Schülerzentrum Schloss Fürstenried. Dort leitete er die Tage der Orientierung für Schulklassen und Wochenenden für Jugendliche: "Ein toller Einstieg als Salesianerpriester", sagt er. Nach drei Jahren wurde er als Stadtjugendseelsorger nach Regensburg versetzt. Für ihn "die schönste Zeit in der Jugendarbeit: An keiner Stelle hatte ich so viel Gestaltungsspielraum". Als er gebeten wurde, als Diözesean-Jugendpfarrer nach Augsburg zu gehen, lehnte er ab. "Aber die Diözese ließ nicht locker." Von 1997 bis 2006 war er Jugendpfarrer in der Diözese Augsburg. "Das war die interessanteste Zeit", lautet sein Resumee zur "tollen Aufgabe, für die Jugendarbeit einer Diözese Impulse zu setzen und Angebote zu entwickeln, die die Jugendarbeit in den Pfarreien und Verbänden unterstützen".

Rückkehr nach neun Jahren

Nach neun Jahren kehrte Liebenstein zurück ins Schloss Fürstenried, inzwischen schulpastorales Zentrum - für ihn "das Sahnehäubchen meiner Zeit in der direkten Jugendarbeit". Ihm gefiel, dass er hier Leitung, konzeptionelle Weiterentwicklung und Arbeit mit Jugendlichen verbinden konnte. Schon nach zwei Jahren rief ihn der Provinzial als Direktor und Provinzsekretär ins Provinzialat nach München. Glücklich geworden sei er hier nicht: "Wir haben beide gemerkt, dass das nicht die richtige Aufgabe für mich ist."

So freute er sich, dass ihm nach zwei Jahren die Aufgabe als Direktor und Leiter des Bildungshauses Kloster Ensdorf angeboten wurde. "Das passt zu mir", davon ist er überzeugt. Im Bildungshaus kann er seine Erfahrung einbringen und als BDKJ-Kreisseelsorger ist er weiter nah dran an der Jugendarbeit in Verbänden und Pfarreien.
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