Letztes Bibelgespräch widmet sich der Gottesgebärerin
Alle Augen auf Maria

Lokales
Ensdorf
19.12.2014
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(sön) Zum letzten adventlichen Bibelgespräch zum aktuellen Evangelium des vierten Advents-Sonntags kamen 15 Interessierte, die sich auf die bekannte Weihnachtsgeschichte des Evangelisten Lukas einlassen wollten. In dieser Abendrunde waren mehrere Teilnehmer der Meinung, dass Maria durch die überraschende Begegnung mit dem Engel zunächst sicher sehr erschrocken gewesen sei.

Vor allem die Nachricht von ihrer plötzlichen Schwangerschaft stieß sie in ein großes kritisches Nachdenken: Ganz selbstbewusst und überhaupt nicht naiv habe sie den Engel gefragt: "Wie soll das geschehen, ich bin doch noch nicht verheiratet?" Und wie habe sie dann überhaupt diese ganz besondere Neuigkeit ihrem Verlobten Josef glaubwürdig nahegebracht? In der Bibel wird dieser menschliche Prozess des Nachdenkens nicht in seiner ganzen Länge erzählt. Nur zusammenfassend wird darüber berichtet, dass Maria schließlich in ihrem ganz persönlichen Weg der Selbstfindung zu einer anspruchsvollen Einstellung der Demut gefunden habe. Sie habe zu sich selbst sagt: "Ja, ich glaube, dass dieses Kind ein ganz besonderes sein wird. Und ich hoffe, dass mein mir anverlobter Josef das auch bald glauben kann."

Die Besucher waren sich einig: Es dürfte äußerst spannend gewesen sein, wie diese Partnerschaft Mariens zu Josef auf eine harte Probe gestellt wurde. Im Laufe der ersten Jahrhunderte habe es noch sehr heiße Auseinandersetzungen unter den Christen gegeben, ob Maria wirklich Gottesgebärerin sei. Erst das Konzil von Ephesus im Jahre 431 habe diese Überlegungen zu einem Abschluss gebracht, als es das Dogma von der Gottesmutterschaft feststellte.

Evangelische Christen aus Amberg sagten dazu in ehrlicher ökumenischer Gesinnung ihre Meinung. Die Zeit reichte an diesem Abend allerdings nicht aus, um dieser sehr bereichernden geistlichen Fragestellung in Ruhe nachzugehen.
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